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15.11.2022 | (rsn) – Nach einer mehr als nur ansprechenden Saison 2021 blieb bei Juri Hollmann (Movistar) ein weiterer Entwicklungsschritt aus. Der Kölner wurde immer wieder durch Krankheiten und Verletzungen zurückgeworfen, so dass er kein positives Fazit seines dritten Profijahres ziehen konnte.
"Meine Bilanz fällt durchwachsen bis schlecht aus, es war ein Jahr mit hauptsächlich negativen Ereignissen. Um meine Enttäuschungen aufzulisten, bräuchte ich fast zwei Hände und die Highlights hielten sich entsprechend auch in Grenzen“, meinte Hollmann gegenüber radsport-news.com.
___STEADY_PAYWALL___Den ersten Rückschlag musste er schon früh in der Saison verkraften, als er an Corona erkrankte. "Da bin ich eigentlich wieder ganz gut zurückgekommen, bin dann aber gestürzt und konnte aufgrund von Knieproblemen nicht die Klassiker fahren“, berichtete der 23-Jährige.
Bei den Deutschen Meisterschaften im Sauerland belegte Juri Hollmann (Movistar) Siebter des Straßenrennens. | Foto: Cor Vos
Positiv beurteilte Hollmann vor allem seine Leistung bei der Ungarn-Rundfahrt (2.1), wo er als Helfer seines Teamkollegen Oscar Rodriguez zum zweiten Gesamtrang des Spaniers beitragen konnte. Bei seinem einzigen persönlichen Highlight wurde er bei den Deutschen Meisterschaften im Sauerland Sechster des Zeitfahrens Sechster und Siebter im Straßenrennen. "Dort konnte ich jeweils eine gute Leistung abrufen“, befand er.
Mit nur 41 Renntagen in die Winterpause
Da er mit relativ geringem Körpergewicht aus der Verletzungspause zurückkehrt war, erwies sich Hollmanns Körper dadurch anfälliger für Erkältungen. So erwischte es ihn auch während der Deutschland Tour, bei der Hollmann zur Schlussetappe nicht mehr antreten konnte. "Das hat mich super geärgert“, sagte der Movistar-Profi, der danach "ohne sonderlich viel Vorbereitung“ nach Kanada zu den beiden WorldTour-Eintagesrennen in Quebec und Montreal reiste, wo er ebenfalls unauffällig blieb.
Da nur wenige Tage später eine geplante Operation anstand, war Hollmanns Saison nach nur 41 Renntagen beendet. Dass er auch in seinem dritten Jahr bei Movistar noch keine Grand Tour bestreiten konnte, bedauerte Hollmann zwar. "Aber wahrscheinlich wäre es auch nicht gut gewesen. Wer weiß, wie weit ich da gekommen wäre“, zeigte er Verständnis für die Entscheidung der Teamleitung.
Hollmann hofft nun, in der kommenden Saison erstmals am Start einer dreiwöchigen Rundfahrt zu stehen. "Movistar will seine jungen Fahrer nicht zu früh zu den Grand Tours schicken, sie sind da eher vorsichtig im Aufbau. Dazu sind wir eine Rundfahrermannschaft, aber natürlich ist es mein Ziel, im nächsten Jahr eine große Landesrundfahrt zu bestreiten“, so Hollmann, der auch insgesamt mehr Etappenrennen absolvieren will. "Ich werde keinen direkten Fokus auf die Klassiker legen“, betonte er.
Auch im Jahr 2023 wird Hollmann (li.) gemeinsam mit Sprinter Max Kanter bei Movistar ein deutsches Duo bilden.| Foto: Cor Vos
Auch 2023 mit Kanter ein deutsches Movistar-Duo
Zunächst möchte Hollmann aber gut durch den Winter kommen und gut in die neue Saison starten. Seine Devise lautet auch hier: "Ein Schritt nach dem anderen.“ Mit Sprinter Max Kanter wird er auch 2023 bei Movistar ein deutsches Duo bilden. In ihrer ersten gemeinsamen Saison brachte Hollmann seinem Landsmann die Besonderheiten der spanischen Mentalität näher und half Kanter auch, wenn es ums Übersetzen ging. "Es hat mich super gefreut, dass er ins Team kam. Wir haben auch ein paar Rennen gemeinsam bestritten und ich hoffe, dass ich ihm ein wenig helfen konnte“, sagte Hollmann.
Dagegen wird er künftig nicht mehr gemeinsam mit Alejandro Valverde Rennen bestreiten. Der Spanier beendete im Herbst im Alter von 42 Jahren seine lange und äußerst erfolgreiche Karriere. "Er ist einfach eine Legende, ein super Idol und dazu absolut auf dem Boden geblieben“, meinte Hollmann, der allerdings auch in Zukunft nicht ohne Valverde auskommen muss. Denn der Spanier wird in beratender und unterstützender Funktion dem Rennstall weiter angehören. "Er war auch beim letzten Teamtreffen dabei, er ist also nicht ganz weg“, sagte Hollmann.
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