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02.11.2022 | (rsn) – Seit 2019 trägt Alex Kirsch das Trikot von Trek-Segafredo und ist somit einer der dienstältesten Fahrer im US-Rennstall. Seinen Stellenwert für das Team hat der Luxemburger nicht als Ergebnisfahrer, sondern als loyaler Helfer auf den verschiedensten Terrains.
“Es lief ganz gut. Es war ein Jahr mit Höhen und Tiefen, aber grundsätzlich bin ich sehr zufrieden“, blickte Kirsch gegenüber radsport-news.com auf die abgelaufene Radsportsaison zurück.
Auf 79 Renntage brachte es Kirsch 2022, nur vier Mal stieg der 30-Jährige trotz aller Helferaufgaben dabei vorzeitig vom Rad. Er war sowohl bei den großen Frühjahrsklassikern als auch der Tour de France und der Vuelta a Espana am Start.
___STEADY_PAYWALL___Sein bestes Ergebnis erzielte Kirsch früh in der Saison mit Rang fünf bei der Tour des Alpes Maritimes et du Var (2.1). Direkt danach folgte noch Platz 15 beim Omloop Het Nieuwsblad (1.UWT) und der 22. Gesamtrang bei Paris-Nizza. Die einzige Enttäuschung zum Ende der Klassikersaison war der sturzbedingte Ausfall bei Paris-Roubaix.
Ein ordentliches Resultat war auch der achte Platz im Einzelzeitfahren der Belgien-Rundfahrt (2.Pro), bei den luxemburgischen Meisterschaften hatte er sich allerdings deutlich mehr als Rang sieben erhofft.
Bei der Belgien-Rundfahrt überzeugte Alex Kirsch (Trek - Segafredo) im Zeitfahren. | Foto: Cor Vos
Dass bei den luxemburgischen Meisterschaften die KT-Fahrer um den späteren Sieger Colin Heiderscheid (Leopard) die Profis ins Hintertreffen brachten, hatte laut Kirsch mehrere Ursachen. “Das war ein chaotischen Rennen, wo wir Fahrer unterschiedliche Informationen erhalten haben. Schlussendlich hat die Ausreißergruppe das gut gemacht und nicht alle Profis waren am Titel interessiert“, erklärte er.
Gemischte Gefühle über den Verlauf der Grand Tours
Die Enttäuschung über den verpassten Meistertitel war bei Kirsch aber schnell vergessen, denn er wurde im Gegensatz zum letzten Jahr in den Tour-Kader von Trek-Segafredo berufen. Allerdings war schon auf der 6. Etappe Schluss, nachdem er zuvor auf keiner Etappe besser als Rang 129 und zum Zeitpunkt seiner Aufgabe Letzter im Klassement war. Dies hatte jedoch seine Gründe, denn Kirsch hatte sich direkt vor Rundfahrtbeginn eine Lebensmittelvergiftung eingefangen. “Das waren sechs Tage Qual. Schweren Herzens machte letztlich nur noch eine Aufgabe Sinn“, so Kirsch, der dafür aber die Vuelta a Espana in Angriff nahm und diese auch zu Ende fuhr.
Die Spanien-Rundfahrt entpuppte sich auch zu einem seiner großen Saisonhighlights, denn er war wichtiger Helfer von Mads Pedersen, der gleich drei Etappen gewann und souverän das Trikot des besten Sprinters mit nach Hause nahm. “Die Vuelta mit den ganzen Erfolgen im Team war schon etwas Besonderes“, so Kirsch.
Bei der Vuelta stellte sich Kirsch vor allem, aber nicht nur in den Dienst von Mads Pedersen. | Foto: Cor Vos
Guter Saisonabschluss und Hoffnung auf eine freie Rolle
Der Luxemburger kam mit guter Form aus der Vuelta und zeigte dies zunächst mit Rang 16 bei Paris-Bourges (1.1), ehe er zum Saisonabschluss bei Paris-Tours (1.Pro) das Rennen mit einer kleinen Spitzengruppe bis 1300 Meter vor dem Ziel anführte – dann zogen noch die Sprinter um den Sieger Arnaud Demare (Groupama - FDJ) am Luxemburger und seinen Begleitern vorbei. Trotz des verpassten ersten Profisieges war Kirsch rückblickend äußerst zufrieden mit seiner Leistung. “Klar war ich erst einmal enttäuscht. Aber letztlich konnte ich meinen Plan umsetzen, habe mein Bestes gegeben und konnte daher auch nicht lange traurig sein. Es war sicherlich ein guter Abschluss der Saison“, befand Kirsch, der 2023 in sein fünftes Jahr bei Trek-Segafredo gehen wird.
“Ich habe mich hier Schritt für Schritt gut entwickelt. Ich bekomme intern immer mehr Verantwortung. Das gefällt mir. Und ich liefere immer konstant ab, was wiederum dem Team gefällt. Also scheint das mit uns zu passen“, erklärte Kirsch mit Blick auf seine schon recht lange Zugehörigkeit zur Mannschaft. Für die kommende Saison will der Allrounder wieder bei den großen Klassikern starten, dieses Mal aber "einen Schritt weiter kommen“ und “konstant mit den Besten mitfahren – nicht nur als Helfer“, hofft Kirsch auf eine freie Rolle. Auch mindestens eine GrandTour will er fahren – dann als Helfer beziehungsweise Sprintanfahrer.
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