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24.09.2022 | (rsn) – Spätestens nach dem Straßenrennen der Frauen dürfte klar sein, mit welchem Szenario zum Abschluss der Weltmeisterschaften von Wollongong im Wettbewerb der Männer gerechnet werden kann. Aber schon die Rennen der Junioren und der U23 Männer gaben erste Aufschlüsse über die Strecke und ein mögliches Finale – nämlich den Sprint einer kleineren Spitzengruppe. Darauf hofft auch Georg Zimmermann als wohl aussichtsreichster des sechsköpfigen deutschen WM-Teams.
___STEADY_PAYWALL___“Die Strecke ist sehr ausgewogen. Viele Charaktere können zum Zug kommen. Rein von den Höhenmetern ist es nicht besonders schwer, aber die Distanz wird es richtig schwer machen. Es ist, soweit ich weiß, die längste Weltmeisterschaft überhaupt“, meinte der Augsburger auf der Pressekonferenz am Ruhetag. Mit dieser Einschätzung lag Zimmermann aber falsch. Vielmehr liegen die 266 Kilometer zwischen Helensburgh und Wollongong im Rahmen der normalen WM-Distanz der letzten Jahre: 2021, 2017, 2013 und 2012 waren die Rennen sogar jeweils noch einige Kilometer länger als diesmal.
Allerdings ist es für Zimmermann das längste Rennen seiner Karriere. 2020 kam er mit Einsätzen bei Lüttich-Bastogne-Lüttich (257 Kilometer) und der WM in Imola (258 Kilometer) dem Rennen in Australien aber sehr nah. Zuletzt hatte Zimmermann in Kanada die 200-Kilometer-Marke deutlich übertroffen – und als Vierzehnter des Grand Prix de Montreal wusste er durchaus zu überzeugen.
Erfolgreich bei der WM-Generalprobe
“Der GP Montreal über mehr als sechs Stunden auf schwerem Parcours war für mich so die WM-Generalprobe. Im Training habe ich auch viel auf Grundlage gesetzt wegen der Distanz. Aber man muss auch sagen, dass der Zwei-Minuten-Berg eben entscheidend sein wird, sodass man den richtigen Punch sicher auch braucht", befand er mit Blick auf den Mount Pleasant, der auch im Männerrennen der Scharfrichter sein wird.
"Man bringt in den Anstieg schon etwas Schwung mit, aber allzu weit hoch kommt man damit nicht. Die Kurven sind zwar nicht eng, aber eine 90-Grad-Kurve reicht eben trotzdem, um das Hauptfeld in eine Einerreihe aufzufädeln“, so der 24-Jährige, der in einer solchen Konstellation mit einer Vorentscheidung rechnet. “Ich denke, dass das den Unterschied macht: Wenn das Feld in Einerreihe in den Anstieg fährt, dann ist man hinten schon eine halbe Minute hinter der Spitze. Das kann man an einem 2,5-Minuten-Berg nicht aufholen. Von daher wird es vorher immer einen großen Positionskampf geben, so dass man dann wiederum länger mit hoher Leistung fahren muss", prognostizierte Zimmermann.
Bei den Junioren etwa konnte sich der Portugiese Antonio Morgado vor dem späteren Weltmeister Emil Herzog nicht ins Ziel retten, bei der U23 dagegen behaupteten die beiden Ausreißer Mathias Vacek und Yevgeniy Fedorov ihren Vorsprung auf den letzten Kilometern. Auf der kurvigen Strecke kann das Finale also zur Zitterpartie werden. “Vom letzten Berg ist es doch noch recht weit und man hat noch fünf flache Kilometer an der Küste. Von daher würde ich von einem echten Sprinter, der aber auch gut am Berg ist, bis zu einem ‘punchy‘ Bergfahrer niemanden abschreiben wollen", meinte Zimmermann.
Ausgeschlafen und voll motiviert
Als “punchy Bergfahrer“ gilt auch der Profi des belgischen Intermarché-Teams. Seine besten Ergebnisse fuhr Zimmermann bei schweren Eintagesrennen ein, zuletzt konnte er aber auch bei seiner Heimatrundfahrt überzeugen. "Die Deutschland Tour hat mir schon eine Extra-Motivation und Selbstvertrauen gegeben. Es war das erste Mal, dass ich bei den Profis bei einer Bergankunft ganz vorne reingefahren bin“, blickte Zimmermann auf seinen vierten Gesamtrang inmitten eines Weltklassefelds zurück. “Hier gibt es jetzt zwar keine Bergankunft, aber das hohe Level (bei der Deutschland Tour) tat gut. Ich denke, dass ich mir dort auch das Vertrauen des Nationalteams verdient habe und das es ein wichtiger Baustein war, dass ich jetzt hier sitze bei dieser Pressekonferenz", so Zimmermann, der gemeinsam mit Nikias Arndt die Pressekonferenz absolvierte.
In den vergangenen Wochen präsentierte er sich nicht nur in Deutschland und Kanada in Form. Nach dem Nordamerika-Tripp legte Zimmermann auch in Belgien beim GP Wallonie (1.Pro) einen starken Auftritt hin, als er das Peloton im Finale an der Zitadelle für seinen Teamkollegen Biniam Girmay kontrollierte und dezimierte.
Nur wenige Tage später ging es nach Australien. Dementsprechend viele “Air Miles“ hat er zuletzt gesammelt – und das merkte Zimmermann auch. "Wir sind am Dienstagmorgen angekommen und natürlich war ich erstmal gerädert. Aber es wird jetzt immer besser und seit heute fühle ich mich erstmals ausgeschlafen und merke abends auch, dass es Abend wird und der Körper sich akklimatisiert hat. Jetzt bin ich bereit für die Weltmeisterschaft", betonte er abschließend.
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