Die Sponsorenverträge sind noch nicht unterschrieben

Das Team Andalucía kämpft gegen die Zeit

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Kämpft gegen die Zeit: das Team Andalucía | Foto: Prell

19.10.2012  |  (rsn) - Das Team Andalucía bangt um seinen Platz in der zweiten Liga des Radsports; doch nicht etwa, weil dem Rennstall Geld fehlen würde, sondern, weil die Verträge mit dem neuen Geldgeber noch nicht unterschrieben sind.

„Wir haben einen privaten Sponsor aufgetrieben, der sich für vier Jahre verpflichtet hat“, versicherte Antonio Cabello, der Teammanager, in Punto Radio. Außerdem zählt das Team auf die Unterstützung der Regional-Regierung von Andalusien. „Diese wird ein bißchen kleiner ausfallen als die anderen Jahre, die Politik kürzt wie überall, aber zusammen mit dem neuen Sponsor hätten wir sogar ein größeres Budget als 2012.“ 


Die Sache hat nur einen Haken: Die Verträge mit dem Sponsor können erst Ende Oktober oder Anfang November unterzeichnet werden: eigentlich zu spät für die vom Radsport-Weltverband UCI vorgegebene Frist. Cabello hofft, dass sie „uns ein bißchen entgegenkommen, da auch noch 14 bis 16 andere Mannschaften das gleiche Problem haben.“ Er würde sogar eine Strafe bezahlen: „Das ist bereits einkalkuliert“, so Cabello. „Wenn wir das Team auf die Beine stellen können, wäre es mir egal, falls wir eine Strafe bezahlen müssen.“ 

Fahrer für sein Team habe er jedenfalls genug, auch wenn er noch keine Namen nennen können. „Die Fahrer sind nervös, aber ich kann noch niemanden an mich binden, bevor nicht der Papierkrieg beendet ist. Es werden aber mehr oder weniger die gleichen Fahrer wie dieses Jahr dabei sein.“ Verstärkung könnte Andalucía vor allem aus den WorldTour-Teams bekommen: „Es gibt sehr gute Fahrer, die aber aufgrund des Punktesystems der UCI von ihren Mannschaften nicht gebraucht werden. Das ist eine Schande. Es gibt so viele gute Fahrer aus großen Teams, die arbeitslos sind“, beklagte Cabello. 

Der Andalusier geht davon aus, dass Juanjo Lobato das Team verlassen wird. „Der Junge hat noch zwei Jahre Vertrag, aber ich will auch keinem Fahrer schaden. Wenn wir noch länger in dieser Situation sind und ihn gehen lassen müssen, so werden wir ihn nicht aufhalten. Wenn er in einer größeren Mannschaft unterkommt, bin ich sogar erfreut für ihn“, schloss Cabello im Hinblick auf das Gerücht, dass Euskaltel Lobatos neue Mannschaft sein könnte.
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