Kalifornien-Rundfahrt: BMC-Kapitän Zweiter im Gesamtklassement

Van Garderen hat großen Respekt vor Gesink

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Tejay van Garderen (BMC) im Zeitfahren der 7. Kalifornien-Rundfahrt | Foto: ROTH

18.05.2012  |  (rsn) – Mit seinem dritten Rang im Zeitfahren der Kalifornien-Rundfahrt hat sich Tejay van Garderen (BMC) in eine hervorragende Ausgangslage im Kampf um den Gesamtsieg gebracht. Vor den beiden entscheidenden Bergetappen am Freitag und Samstag belegt der Vorjahresfünfte Rang zwei der Gesamtwertung, nur 34 Sekunden hinter seinem Landsmann, dem Tagessieger David Zabriskie (Garmin-Barracuda).

Ganz zufrieden war Van Garderen mit seiner Fahrt aber nicht. „Ich wollte Chris Horner einholen und habe mich zu wenig auf mich selbst konzentriert. Auf dem Rückweg musste ich dafür büßen. An den Anstiegen habe ich mich wieder erholt und brachte einen guten Druck auf das Pedal. Aber auf der flachen Passage mit Gegenwind musste ich wirklich leiden“, erklärte der 23 Jahre alte US-Amerikaner, der in den Bergen vor allem vor Robert Gesink (Rabobank) Respekt hat. Der Niederländer wurde im Zeitfahren von Bakersfield Vierter und liegt im Gesamtklassement nur fünf Sekunden hinter Van Garderen auf Rang drei.

„Gesink ist gut gefahren und es wird schwierig, ihn zu kontrollieren. Er hat sich offensichtlich gut von seinen Verletzungen erholt und hat wieder ein sehr gutes Niveau erreicht", erklärte der BMC-Kapitän, der zudem in den Bergen auf zwei wichtige Helfer verzichten muss.

Sowohl der Brite Steve Cummings als auch der Schweizer Steve Morabito sind nach Stürzen auf der 2. Etappe nicht mehr im Rennen. „Natürlich fehlen die zwei Steves', sie wären in den Bergen eine große Stütze für Tejay gewesen", sagte BMC-Sportdirektor Michael Sayers. „Wir hoffen, dass wir seinen Platz in der Gesamtwertung mit gemeinsamer Teamarbeit halten können.“

Sayers schätzte die Aussichten seines Kapitäns allerdings nicht allzu gut sein. „Aber wenn man bedenkt, dass hier Kaliber wie Gesink dabei sind, der zudem ein sehr starkes Team hinter sich hat, wird das ein schwieriges Unterfangen“, sagte er.

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