Vierter im Zeitfahren der Kalifornien-Rundfahrt

Gesink kommt wieder in Schwung

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Robert Gesink (Rabobank) im Zeitfahren der Kalifornien-Rundfahrt | Foto: ROTH

18.05.2012  |  (rsn) – Nach einem enttäuschenden Frühjahr scheint Robert Gesink (Rabobank) langsam in Schwung zu kommen. Im Zeitfahren der Kalifornien-Rundfahrt belegte der 25 Jahre alte Niederländer Rang vier – für den Kletterspezialisten eine herausragende Platzierung, zumal der 29,7 Kilometer lange Parcours von Bakersfield bretteben und damit wie gemacht für die Spezialisten war.

„Es läuft hier schon seit ein paar Tagen richtig gut, ich wusste schon vor dem Zeitfahren, dass die Form stimmt“, erklärte Gesink nach der 5. Etappe auf der Rabobank-Homepage. „Ich bin ja jetzt schon eine ganze Weile einem guten Ergebnis hinterher gefahren, dass es mir ausgerechnet in einem Zeitfahren gelingt, gibt mir ein noch viel besseres Gefühl.“

Kein Wunder, denn gesink verbesserte sich nach seiner erstklassigen Vorstellung nun auf Platz drei des Gesamtklassmeents und hat vor den beiden entscheidenden Bergetappen nur 34 Sekunden Rückstand auf den Tagessieger David Zabriskie (Garmin-Barracuda), der allerdings sein Gelbes Trikot im Hochgebirge kaum wird verteidigen können. Auf den zweitplatzierten Tejay Van Garderen (BMC) dagegen fehlen dem Rabobank-Kapitän nur fünf Sekunden – auf andere Konkurrenten wie Andrew Talansky (Garmin – Barracuda/+0:09), Peter Velits (Omega Pharma-QuickStep/+0:10) oder Thomas Danielson (Garmin – Barracuda/+0:28) hat Gesink sogar einige Sekunden Vorsprung.

Trotzdem zeigte er sich mit Blick auf die kommenden Aufgaben und seine Aussichten auf den Gesamtsieg zurückhaltend. „Ich habe in den Anstiegen jetzt dieses alte Gefühl wieder“, erklärte er, fügte allerdings an: „Ich bin noch nicht ganz wieder der Alte, aber es läuft schon viel besser als noch zu Beginn des Frühjahrs.“

Für seine lange Zeit der Erfolglosigkeit machte Gesink auch seine schwere Verletzung verantwortlich, die er sich im vergangenen September im Training zugezogen hatte. „Der Weg zurück an die Spitze ist sehr weit. Es braucht halt seine Zeit, wenn man sich das Bein gebrochen hat“, erklärte er. „Es hat länger gedauert, als ich gehofft hatte, aber nicht länger als erwartet.“

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