Trainer: “Manche Kritiker schüren Ressentiments“

Kerrison fürchtet bei der Tour um Froomes Sicherheit

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Chris Froome (Sky) | Foto: Cor Vos

22.06.2018  |  London (dpa) - Chris Froomes langjähriger Trainer Kim Kerrison fürchtet um die körperliche Unversehrtheit des viermaligen Toursiegers bei der am 7. Juli startenden 105. Frankreich-Rundfahrt.

“Manche Kritiker schüren Ressentiments, die seine Sicherheit gefährden könnten“, sagte Kerrison der englischen Zeitung The Guardian. Froome wird seit einiger Zeit von einem Bodyguard begleitet, wie früher bereits der mittlerweile gesperrte ehemalige Tour-Seriensieger Lance Armstrong.

Zuletzt äußerte sich der fünfmalige Tour-Sieger Bernard Hinault ablehnend zu einer Tour-Teilnahme von Froome, der trotz seines nach wie vor ungeklärten Salbutamol-Falls startberechtigt ist und vor drei Wochen den Giro d’Italia gewann. Hinault forderte sogar einen Fahrer-Streik gegen die Teilnahme Froomes gefordert.

Kerrison fordert faire Behandlung durch die Medien

"Wenn Dinge dargestellt werden, um Voreingenommenheit gegen Chris zu schüren, ist das nicht sehr verantwortungsvoll. Faire Behandlung durch die Medien ist die Voraussetzung, die Sicherheit der Fahrer zu gewährleisten", sagte Kerrison. Das Sky-Team hatte die Aussagen Hinaults bereits als "enttäuschend, unkorrekt und unverantwortlich" bezeichnet.

Der spätere Vuelta-Gesamtsieger Froome war am 7. September 2017 auf der 18. Etappe mit einem zu hohen Wert des Asthmamittels Salbutamol getestet worden. Der Einsatz des Therapeutikums ist aus medizinischen Gründen bis zum Grenzwert von 1000 Nanogramm pro Milliliter Urin erlaubt. Froome wies damals den doppelten Wert auf. Seit Dezember versuchen er und sein Team aus Anwälten zu belegen, dass keine Manipulationsabsicht vorlag.

Nach den WADA-Statuten ist der 33-Jährige so lange startberechtigt, bis der Radsportweltverband UCI eine Entscheidung in der Causa fällt. Es gibt keine zeitliche Begrenzung für die Dauer des Verfahrens, das seit vergangenen Dezember läuft.

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