“Es ist eine Schande für den Sport“

Fall Froome: Martin kritisiert UCI und fordert Regeländerung

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Tony Martin (Katusha-Alpecin) bei der Team-Präsentation der 105. Tour de France | Foto: Cor Vos

06.07.2018  |  Berlin (dpa) - Der viermalige Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin (Katusha-Alpecin) hat den Radsportweltverband UCI erneut für den Umgang mit der Salbutamol-Affäre von Tour-de-France-Sieger Chris Froome (Sky) scharf kritisiert.

"Es ist eine Schande für den Sport allgemein. Absolut unverständlich, dass so etwas möglich ist. Wieso gibt es in solchen Fällen keine Schutzsperre für den betroffenen Athleten und eine Frist, in der er sich erklären muss?", sagte der 33-Jährige im Interview in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Vor seinem zehnten Start bei der am Samstag beginnenden Frankreich-Rundfahrt äußerte Martin die Hoffnung, dass der Fall des Titelverteidigers zum Anlass genommen wird, die Regeln zu ändern. "Und darüber hinaus sollte es von der UCI eine Begründung zur Entscheidung geben oder zumindest eine nachvollziehbare Erklärung, warum es diese Begründung nicht gibt", sagte er.

Die UCI und die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA hatten am Montag nach einem neunmonatigen Verfahren entschieden, dass ein bei Froome nachgewiesener erhöhter Salbutamol-Wert nicht als Doping zu werten ist. Der Titelverteidiger kann daher an der 105. Tour de France teilnehmen.

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