“Froh über die Entscheidung“

Froome: WADA-Begründung für Freispruch noch nicht gelesen

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Chris Froome (Sky) | Foto: Cor Vos

13.07.2018  |  Chartres (dpa) - Chris Froome (Sky) hat seinen Freispruch in der Salbutamol-Affäre erneut begrüßt, die nachgeschobene Begründung der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) "aber noch gar nicht richtig gelesen."

"Ich habe nur verstanden, dass sie mehr Details veröffentlicht haben - darüber bin ich froh", wurde der viermalige Toursieger vor dem Start der 7. Etappe der 105. Frankreich-Rundfahrt von cyclingnews zitiert.

Die WADA hatte vor allem Details zum zeitlichen Ablauf der Untersuchungen im Fall Froome bekanntgegeben. Danach erbat der britische Seriensieger erst am 31. Januar 2018 technische Details zum Salbutamoltest. Die Agentur gab diese Informationen am 5. März. Das auffällige Testergebnis mit erhöhten Werten des Asthmamittels Salbutamol datierte bereits vom 7. September 2017.

Eine Erklärung für die lange Verfahrensdauer gab die WADA nicht. Sie wies darauf hin, dass im Fall Froome die in ähnlichen Fällen angewendete Untersuchung wegen der "nur schwer simulierbaren Bedingungen während der Einnahme des Asthmamedikaments" nicht vorgenommen werden konnte. "Die Studie hätte keine verlässlichen Beweise erbracht, weil es nicht möglich gewesen wäre, die körperliche Verfassung herzustellen, in der Froome während des Tests war", hieß es in der Erklärung.

Als Faktoren wurden eine Infektion, eine schwerere Asthmaerkrankung, eine Erhöhung der Dosis des Medikaments selbst, Dehydrierung und die generelle Erschöpfung während einer dreiwöchigen Rundfahrt genannt. Das traf vor vier Jahren auch auf Diego Ulissi zu. Der Italiener wurde beim Giro 2014 mit erhöhten Salbutamol-Werten erwischt und für neun Monate gesperrt. Froome wurde unmittelbar vor dem Tourstart am vergangenen Samstag vom Dopingverdacht freigesprochen.

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