Froome, Nibali und Quintana fuhren dem Spanier davon

Contador musste an der Mur de Huy leiden

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Alberto Contador (Tinkoff-Saxo) konnte an der Mur de Huy dem Tempo von Chris Froome (Sky) nicht folgen. | Foto: Cor Vos

06.07.2015  |  (rsn) - Als sich Roman Kreuziger knapp fünf Kilometer vor dem Ziel der 3. Tor-Etappe das Feld anführend in einer Kurve versteuerte und geradeaus in eine Hecke fuhr, stand das beim Team Tinkoff-Saxo schon sinnbildlich für den Etappenausgang: Ins Straucheln geraten, aber den Schaden in Grenzen gehalten.Schließlich konnte der Tscheche das Rennen unbeschadet fortsetzen.

Kapitän Alberto Contador konnte im knapp zehn Prozent steilen Schlussanstieg hinauf zur Mur de Huy zwar nicht mehr das Tempo der Rivalen mitgehen und büßte einige Sekunden auf Chris Froome (Sky), Nairo Quintana (Movistar) und Vincenzo Nibali (Astana) ein. Trotzdem nahm man in Contadors Lager eher gelassen zur Kenntnis, dass etwa Froome dem Spanier heute inklusive Zeitbonifikation immerhin 24 Sekunden abgenommen hatte

„Alberto musste auf den letzten 100 Metern leiden. Alle wissen, dass diese kurzen Anstiege nicht ganz seine Sache sind. Er ist an den langen Anstiegen viel stärker", erklärte der Sportliche Leiter Steven de Jongh.

Auch Contador selbst, der auf Rang zwölf ins Ziel kam, sah im Zeitverlust - gegenüber Nibali und Quintana waren es je sieben Sekunden - keinen Grund zur Sorge. „Ich habe zum Glück nicht viel verloren auf den letzten Metern. Ich habe schon vor dem Start gesagt, dass solche Tage schwierig werden können. Man kann auf einem Kilometer hier mehr Zeit verlieren als bei einem großen Anstieg. Im letzten Teil der Strecke habe ich etwas verloren, das war wirklich sehr hart. Aber wir haben ja noch eine große Wegstrecke vor uns", sagte der Madrilene, dessen Team wie schon gestern im Finale viel gearbeitet hatte.

Auch von Froomes früher Eroberung des Gelben Trikots zeigte sich Contador nicht wirklich überascht. „Ich habe gesehen, dass er in sehr guter Form ist. Er hat heute fast gewonnen. Ein Gelbes Trikot gibt dir stets viel Vertrauen. Aber es macht dir auch Druck und gibt dir eine gewisse Verantwortung für das Rennen", so Contador.

Die größten Sorgen bereiten dem 32-Jährigen derzeit die bevorstehende Kopfsteinpflaster-Etappe am Dienstag. „Auf dem Pavé geht es ums Überleben. Morgen kann alles Mögliche passieren", prognostizierte Contador.

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