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11.05.2014 | (rsn) – Nach einer langen Klassikersaison kehren zahlreiche Fahrer zur 9. Kalifornien-Rundfahrt (11.- 18. Mai / Kat. 2.HC) in den Rennbetrieb zurück und starten im Westen der USA ihre Vorbereitung auf die Tour de France. Den europäischen Teams werden die vielen heimischen Mannschaften, die beim wichtigsten Radrennen in ihrer Heimat glänzen wollen, das Leben schwer machen. Zudem wollen in den USA beheimatete Sponsoren wie Belkin, Trek, Cannondale oder NetApp erstklassige Leistungen „ihrer" Teams sehen.
„Das ist die Tour de France der USA. Natürlich wollen wir unseren Sponsor glücklich machen“, sagte etwa Nico Verhoeven, Sportlicher Leiter bei Belkin, vor dem Start der 9. Amgen Tour of California, deren Haupt-und Namenssponsor, der Pharma-Konzern Amgen, seinen Hauptsitz in Thousans Oaks hat, wo das Rennen am 18. Mai enden wird.
Zum Auftakt des achttägigen Wettbewerbs kommen die Sprinter zum Zug. Auf der 193 Kilometer langen Etappe rund um Sacramento steht nur zur Rennmitte ein Anstieg der 4. Kategorie auf dem Programm, so dass von einer Massenankunft und somit dem ersten Aufeinandertreffen von Mark Cavendish (Omega Pharma Quick Step), Peter Sagan (Cannondale) und John Degenkolb (Giant-Shimano) auszugehen ist.
Während Cavendish in Kalifornien bereits drei Mal erfolgreich war und Sagan mit zehn Etappensiegen Rekordhalter ist, peilt Degenkolb seinen ersten Sieg an. „Dies zu erreichen ist eines unserer Ziele“; kündigte Degenkolbs Sportlicher Leiter Aike Visbeek an.
Als Außenseiter in den Sprints gelten der Australier Matthew Goss (Orica- GreenEdge), der Argentinier Juan José Haedo (Jamis Hagens) sowie die beiden jungen Niederländer Moreno Hofland (Belkin) und Danny van Poppel (Trek).
Am zweiten Tag müssen dann schon die Klassementfahrer auf Betriebstemperatur sein, steht doch ein 20,1 Kilometer langes Einzelzeitfahren an. Heißester Anwärter auf den Tagessieg auf dem Flachkurs in Folsom ist der Brite Bradley Wiggins (Sky), der sich in dieser Saison in deutlich besserer Verfassung als noch 2013. Zu seinen schärfsten Rivalen zählen der US-Amerikaner Taylor Phinney (BMC), der Australier Rohan Dennis (Garmin-Sharp), der Neuseeländer Jesse Sergent (Trek), die Niederländer Lars Boom (Belkin) und Niki Terpstra (Omega Pharma Quick Step) sowie der Pole Maciej Bodnar (Cannondale).
Größere Abstände sind auf der 3. Etappe zu erwarten, wenn es in die Berge geht. Der 174,5 Kilometer lange Abschnitt, der in San José gestartet wird, führt die Fahrer direkt vom Start weg auf die Spitze des 17,3 Kilometer langen und im Schnitt fünf Prozent steilen Mount Hamilton. Anschließend haben abgehängte Fahrer zwar rund 130 Kilometer Zeit wieder aufzuschließen. Doch zum Finale wartet eine Höchstschwierigkeit, wenn es nämlich in den letzten 16,4 Kilometer langen und im Schnitt 6 Prozent steilen Mount Diablo hinaufgeht, wo an der Bergankunft eine Vorentscheidung im Kampf um den Gesamtsieg fallen wird.
Hier zählen die Kletterspezialisten Tiago Machado (NetApp-Endura) aus Portugal, die Kolumbianer Johan Esteban Chaves (Orica-GreenEdge) und Janis Acevedo (Garmin-Sharp), im Vorjahr Dritter am „Teufelsberg", und der Niederländer Laurens ten Dam (Belkin) zu den großen Favoriten. „Die Kalifornien-Rundfahrt ist neben der Tour de France mein großes Saisonziel“, kündigte ten Dam an.
NetApp-Endura muss zwar den Ausfall von Kapitän Leopold König, der im vergangenen Jahr die Mount Diablo-Etappe gewann, verkraften. Doch mit Machado steht gleichwertiger Ersatz bereit. „In den letzten vier Wochen ist Tiago fantastisch gefahren und hat seine super Form unter Beweis gestellt. Er reist mit Top-Ergebnissen aus dem Critérium International und dem Giro del Trentino im Gepäck nach Kalifornien“, erklärte Teamchef Ralph Denk.
Aber auch der Spanier Haimar Zubeldia (Trek), Türkei-Rundfahrt-Sieger Adam Yates (Orica GreenEdge) aus Großbritannien, Dennis sowie die beiden jungen US-Amerikaner Lawson Craddock (im Vorjahr Gesamtachter) und Chad Haga (Gesamtzehnter 2013/ beide Giant-Shimano) zählen zu den Kandidaten auf den Gesamtsieg . Zudem könnte Routinier Tom Danielson (Garmin-Sharp), 2011 und 2012 jeweils Gesamtdritter, mit seinen 36 Jahren noch einmal zum großen Schlag ausholen.
Auf der 4. Etappe, die über 165 Kilometer von Monterey nach Cambria führt, könnte sich erstmals Ausreißern wie Jens Voigt (Trek), 2013 Gewinner der 5. Etappe in Avila, eine Chance bieten. Das Profil ist zwar nur wellig, aber viele der Sprinter werden noch die Strapazen der Königsetappe spüren, so dass nicht unbedingt mit einem weiteren Massensprint zu rechnen ist.
Definitiv keinen klassischen Massensprint wird es tags darauf geben. Zwar steht auf dem 173 Kilometer langen Abschnitt von Pismo Beach nach Santa Barbara nur eine Bergwertung auf dem Programm. Doch der San Marcos Pass in knapp 700 Metern Höhe knapp 30 Kilometer vor dem Ziel wird sicherlich für viele schnellen Mann im Feld zu schwer sein, als dass sie in der ersten Gruppe das Ziel erreichen könnten. Für einen Angriff auf die Gesamtwertung ist der Anstieg allerdings auch nicht wirklich geeignet.
Den wird es vielmehr auf der 6. Etappe geben, wenn es nach 152 Kilometern von Santa Clarita hinauf zum Dach der Rundfahrt, auf den in etwa 2200 Metern Höhe gelegenen Mount High geht. Hier führen die letzten 23 Kilometer bergauf zur zweiten schweren Bergankunft der Rundfahrt. Mit einer gut platzierten Attacke kann man sich nicht nur den Tagessieg, sondern auch das Führungstrikot sichern. Wer am Abend die Gesamtwertung anführt, der hat auch beste Chancen, die Nachfolge von Tejay van Garderen (BMC) anzutreten, der in diesem Jahr nicht am Start steht.
Die vorletzte Etappe ist wie gemalt für einen erfolgreichen Ausreißversuch eines bergfesten Fahrers. Auf den 143 Kilometern von Santa Clarita nach Pasedena geht es in der ersten Rennhälfte - abgesehen von einer kurzen Abfahrt - fast durchgängig bergauf, ehe der zweite Teil der Etappe bergab und schließlich flach zum Ziel verläuft.
Zum Abschluss der Rundfahrt steht das Thousand Oaks Circuit Race über 122 Kilometer auf dem Programm. Auf dem Rundkurs ist zwar noch drei Mal der Rock Store zu meistern. Der Anstieg ist aber nicht schwer genug und die letzte Überquerung zu weit weg vom Ziel, um noch einmal eine Veränderung in der Gesamtwertung herbeizuführen oder die Sprinter abzuhängen. So wird es am letzten Tag noch einmal zum Showdown der schnellen Männer kommen.
Die Etappen:
1. Etappe, 11. Mai: Sacramento - Sacramento, 193,1 km
2. Etappe, 12. Mai: Folsom - Folsom, 201,1 km
3. Etappe, 13. Mai: San Jose - Mount Diablo, 174,5 km
4. Etappe, 14. Mai: Monterey - Cambria, 165,1 km
5. Etappe, 15. Mai: Pismo Beach - Santa Barbara, 174 km
6. Etappe, 16. Mai: Santa Clarita - Mountain High, 151,8 km
7. Etappe, 17. Mai: Santa Clarita - Pasadena, 142,8 km
8. Etappe, 18. Mai: Thousand Oaks - Thousand Oaks, 134,4 km
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