60. Andalusien-Rundfahrt: Spanier baut Führung aus

Valverdes Punch ist für Porte und Co. zu viel

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Alejandro Valverde (Movistar) gewinnt die 1. Etappe der Andalusien-Rundfahrt. | Foto: Cor Vos

20.02.2014  |  (rsn) - Alejandro Valverde (Movistar) ist in Andalusien das Maß aller Dinge. Der Gesamtsieger der vergangenen beiden Jahre hat nach dem Prolog auch die 1. Etappe der Ruta del Sol in Jaén für sich entschieden. Valverde setzte sich mit einem kraftvollen Antritt auf den steil ansteigenden letzten 300 Metern des Tages vor dem Niederländer Bauke Mollema (Belkin) und Davide Rebellin (CCC) aus Italien durch.

„Es war ein schwerer Tag, aber mein Team hat gut gearbeitet“, sagte der Spanier im Ziel am Eurosport-Mikrofon. „Ich muss mich vor allem bei Izagirre und Moreno bedanken, die mir den Sieg im Finale ermöglicht haben.“ Seine Landsmänner und Teamkollegen lagen vor der Etappe ähnlich aussichtsreich im Gesamtklassement, wehrten für Valverde auf dem Schlusskilometer aber einen Angriff des Teams Sky ab und gaben so ihre eigenen Ambitionen zugunsten ihres Kapitäns auf.

Vierter wurde am Ende des 187 Kilometer langen Teilstücks der Australier Richie Porte (Sky) vor dem Spanier Luis Leon Sánchez (Caja Rural). Porte und Sanchez belegen 19 beziehungsweise 21 Sekunden hinter Valverde nun auch die Plätze zwei und drei im Kampf um das Rote Trikot des Gesamtführenden. Vierter ist dort der Spanier Haimar Zubeldia (Trek) mit 37 Sekunden Rückstand vor dem Esten Tanel Kangert (Astana / + 38 Sekunden).

Bevor Valverde der Konkurrenz im kurzen, aber steilen Schlussanstieg davonmarschierte, hatte zunächst eine elfköpfige Spitzengruppe das Rennen bestimmt. Das Feld ließ die Ausreißer auf bis zu sieben Minuten davonziehen, doch Valverdes Movistar-Mannschaft hatte stets alles unter Kontrolle und sorgte rechtzeitig für die Nachführarbeit.

Als die Spitzenreiter im Finale nacheinander eingeholt worden waren, setzte Jakob Fuglsang (Astana) aus dem Feld heraus die erste ernsthafte Konterattacke in Richtung Tagessieg. Doch der Däne kam nicht weg, und als zehn Kilometer vor dem Ziel Sky das Zepter übernahm, schien klar, dass ein Soloangriff nun niemandem mehr gelingen würde.

Die britische Mannschaft zerlegte das Peloton durch die Arbeit von Edvald Boasson Hagen und Vasil Kiryienka bereits vor der 2,5 Kilometer langen Schlusssteigung zur Festung von Jaén in seine Einzelteile, so dass Geraint Thomas schließlich eine nur noch zehn Mann starke Gruppe auf den Schlusskilometer führte.

Dort verschleppte Porte an zweiter Position kurzzeitig das Tempo, um seinem britischen Teamkollegen einen Vorsprung zu verschaffen, doch Ion Izagirre reagierte für Valverde blitzschnell und schloss die Lücke, bevor sie zu groß werden konnte. Anschließend kam der Titelverteidiger am besten aus der letzten Spitzkehre rund 300 Meter vor dem Ziel heraus und spurtete von der Spitze weg dem Ziel entgegen. Weder Porte noch Mollema oder Rebellin konnte dem unwiderstehlichen Antritt des Spaniers etwas entgegensetzen.

Am Freitag führt die 2. Etappe die Fahrer über 197 Kilometer von La Guardia de Jaén nach Cabra beziehungsweise zur Sierra de Cabra. Die dortige Bergankunft auf 1.190 Metern Höhe könnte am Ende der rund 15 Kilometer langen Schlusssteigung bereits über den Ausgang der fünftägigen Rundfahrt entscheiden.

Valverde jedenfalls ist zuversichtlich, dass er nach 2012 und 2013 zum dritten Mal den Gesamtsieg davontragen kann: „Es wäre schön, morgen erneut zu gewinnen“, sagte er nach dem zweiten Tagessieg in Folge.

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