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29.01.2014 | (rsn) – Gleich drei der vier Wildcard-Teams werden bei der diesjährigen Tour de France ihr Debüt geben. Neben dem deutschen NetApp-Endura- und dem Schweizer-IAM-Team handelt es sich dabei um den französischen Zweitdivisionär Bretagne-Séché Environnement. Ausschlaggebend für die Einladung war nach Auskunft von Tour-Direktor Christian Prudhomme die Verpflichtung von Brice Feillu, der von der aufgelösten Sojasun-Equipe zu dem Rennstall aus dem Westen Frankreichs wechselte.
„Das Team hat sich gut verstärkt. Mit der Verpflichtung eines früheren Etappensiegers [Brice Feillu] wurde die Bewerbung seriös. Wir haben gemerkt, dass es ein motiviertes Team mit etablierten Fahrern ist. Und es war für die Tour de France auch ein Weg, unsere Unterstützung des französischen Radsports auszudrücken“, sagte Prudhomme der Nachrichtenagentur AFP.
Der 28-jährige Feillu hatte bei seiner ersten Tour-Teilnahme 2009 die Bergankunft in Andorra gewonnen – es war sein bisher einziger Profisieg. Nach einigen erfolglosen Jahren will der Kletterspezialist bei Bretagne-Séché wieder an bessere Zeiten anknüpfen.
Gegründet im Jahr 2005 als Drittdivisionär Bretagne-Jean Floc’h stieg das Team 2011 unter dem Namen Bretagne Schuller in die zweite Liga des Radsports auf, scheiterte in der Folge aber mit seinen Tour-Bewerbungen. In diesem Jahr standen die Vorzeichen günstiger, nachdem der nationale Konkurrent Europcar eine WorldTour-Lizenz und damit die automatische Startberechtigung zur Frankreich-Rundfahrt erhalten hatte und Sojasun nicht mehr im Peloton vertreten ist.
Zur Saison 2014 verstärkte sich Bretagne-Séché allerdings nicht nur mit Brice Feillu, sondern auch mit dessen älterem Bruder Romain (vom ebenfalls aufgelösten Vacansoleil-DCM-Rennstall) sowie mit zwei weiteren Franzosen, nämlich Anthony Delaplace und Christophe Laborie, die wie Brice Feillu zuletzt bei Sojasun unter Vertrag standen. Bis auf Laborie können alle bereits Tour-Erfahrung vorweisen – was bei der Wilddcard-Vergabe sicher auch eine Rolle spielte.
„Das ist eine tolle Belohnung für unsere Bemühungen der vergangenen Monaten“, freute sich Team-Präsident Loïc Drouard Zoll im Gespräch mit der L'Équipe dann auch über die Einladung und sprach ein Lob in eigener Sache aus: „Trotz unserer geringen Mittel haben wir uns sehr klug verstärkt.“
Die Einkäufe waren auch nötig, blieb das Team 2013 mit nur vier Siegen hinter den Erwartungen zurück. Mit den Feillu-Brüdern im Aufgebot dürfte diese Bilanz in der neuen Saison deutlich zu übertreffen sein.
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