Vermote gewinnt Drei Tage von West-Flandern nach dramatischem Finale

U23-Weltmeister Demare schlägt zum dritten Mal zu

Foto zu dem Text "U23-Weltmeister Demare schlägt zum dritten Mal zu"
U23-Weltmeister Arnaud Demare (FDJ-BigMat) zum Abschluss der Katar-Rundfahrt die 6. Etappe. | Foto: ROTH

04.03.2012  |  (rsn) – U23-Weltmeister Arnaud Demare (FDJ-BigMat) hat zum Abschluss der Drei Tage von West-Flandern (Kat. 2.1) seinen dritten Saisonsieg gefeiert. Der 20 Jahre alte Franzose entschied am Sonntag die dramatische 2. Etappe über 186, 5 Kilometer von Nieuwpoort nach Ichtegem im Sprint vor dem Russen Alexander Porsev (Katusha) und dem Niederländer Kenny Van Hummel (Vacansoleil-DCM) für sich. Platz vier belegte der 41 Jahre alte Belgier Niko Eeckhout An Post).

Den Gesamtsieg holte sich der Belgier Julien Vermote (OmegaPharma-QuickStep), der zum Auftakt im Prolog Platz zwei hinter seinem polnischen Teamkollegen Michal Kwiatkowski belegt hatte.

Demare hatte im Februar bereits die letzte Etappe der Katar-Rundfahrt und am Mittwoch das belgische Eintagesrennen Le Samyn gewonnen. Vor einer Woche errang er bei Kuurne-Brüssel-Kuurne Rang vier. Am Samstag hatte sich der Sprinter auf der 1. Etappe der "Driedaagse" nur dem Italiener Francesco Chicchi (Omega Pharma-QuickStep) geschlagen geben müssen.

Dramatisch wurde es auf der letzten Etappe, als bei typisch belgischem Frühjahrswetter das Feld in zwei Teile auseinander brach. Sowohl Vermont als auch Kwiatkowski fanden sich in der abgehängten Gruppe wieder und versuchten mit aller Kraft, den Anschluss zur Spitze wieder herzustellen. Kurz bevor es zum Zusammenschluss kam, stürzte Kwiatkowski in einem Kreisverkehr 50 Kilometer vor dem Ziel, doch Vermont schaffte mit Hilfe seiner Helfer Francesco Chicchi and Matthew Brammeier den Sprung nach vorne.

„Ich hätte wirklich nicht damit gerechnet, das Rennen zu gewinnen. Es tut mir wirklich leid um Michal, er hat nur verloren, weil er Pech hatte. Aber wir waren heute ein fantastisches Team. Jeder hat sich für den anderen geopfert“, kommentierte der 22-jährige Vemote seinen ersten Sieg als Profi.

Auch der Deutsche Meister Robert Wagner (RadioShack-Nissan) büßte alle Chancen auf einen Tagessieg und eine Spitzenplatzierung im Gesamtklassement ein und kam als 106. und letzter Fahrer mit mehr als sechs Minuten Rückstand ins Ziel. „Bei dem schrecklichen Wetter heute fuhr Robert teilweise in einer Spitzengruppe und war sogar virtueller Spitzenreiter. Aber das Peloton stellte die Gruppe am Ende wieder“, erklärte Wagners Sportlicher Leiter Dirk Demol nach dem Rennen.

Im Sprint der Spitzengruppe kam Wagners italienischer Teamkollege Giacomo Nizzolo auf den fünften Platz vor dem Australier Luke Roberts (Saxo Bank) und dem Briten Ben Swift (Sky).

Im Gesamtklassement verbesserte sich Titelverteidiger Jesse Sergent (RadioShack-Nissan) bei sechs Sekunden Rückstand noch auf Platz zwei, Dritter wurde der Russe Mikhail Ignatyev (Katusha/+0:09).

Weiteres Foto - mit Klick vergrößernWeiteres Foto - mit Klick vergrößernWeiteres Foto - mit Klick vergrößern

Weitere Radsportnachrichten

08.01.2026Soudal - Quick-Step bindet auch Magnier langfristig

(rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr

08.01.2026Soudal bleibt Titelsponsor bis 2030, Dumoulin wird Renndirektor

(rsn) - Ex-Profi Tom Dumoulin wird neuer Renndirektor des Amstel Gold Race. Der 35-jährige Niederländer übernimmt den Job von Leo van Vliet, allerdings erst zur Austragung 2027. Es wird die 61. sei

08.01.2026Titelverteidiger Plapp fährt hinterher: Vine ist neue Zeitfahrmeister Australiens

(rsn) – Jay Vine (UAE – Emirates – XRG) hat sich zum zweiten Mal nach 2023 zum australischen Zeitfahrmeister gekrönt. Der 30-Jährige fuhr in Perth, wo auch die Straßenrennen ausgetragen

08.01.2026Als ProTeam: Tudor legt den Fokus auf die Grand Tours

(rsn) – Der Schweizer Rennstall Tudor Pro Cycling hat am Mittwoch im spanischen Moraira etwas östlich von Calpe an der Costa Blanca seinen Medientag vor der Saison 2026 abgehalten. Und Miteigentüm

08.01.2026Nach starker Saison startet erneut die Jagd auf den “Heiligen Gral“

(rsn) – Sechs Neuverpflichtungen nahm FDJ - Suez für das Jahr 2025 unter Vertrag und krempelte das Team damit maßgeblich um. Vom siebten Platz 2024 arbeitete sich die französische Mannschaft zum

07.01.2026Simon Yates beendet Karriere

(rsn) – Der amtierende Giro-Sieger Simon Yates hat am Mittwochmittag völlig überraschend und mit sofortiger Wirkung seine Karriere beendet. “Ich habe die Entscheidung getroffen, mich vom profess

07.01.2026Pidcock und Pinarello-Sextett zieht es nach Chile

(rsn) – Dass Radsportler vor Saisonbeginn ins Höhentrainingslager ziehen, ist nichts Besonderes. Dass ein Septett von Pinarello einen Monat nach Südamerika reist, ist dann aber doch sehr ungewöhn

07.01.2026Roodhooft: Van der Poel “war einfach so, wie er sein musste“

(rsn) – In der Weihnachtsperiode hat Niels Vandeputte zwei Crossrennen im Trikot von Alpecin – Deceuninck und im neuen Jahr dem von Alpecin – Premier Tech gewonnen. Doch Fahrer der belgischen Ma

07.01.2026Die Hoffnung auf Healy und Highlights

(rsn) – Auf dem Papier war die Saison 2025 eine durchschnittliche für das Team EF Education – EasyPost. Zehn Siege lagen unter der Norm für die US-amerikanische Equipe, Rang zwölf im UCI-Rankin

06.01.2026Mit “Mont Ventoux Norwegens“ und Finale an den Hängen der Ski-WM

(rsn) – Während es 2026 keine Tour of Norway geben wird, weil die öffentlichen Förderungen gestrichen wurden, steht das Arctic Race of Norway (2.Pro) auch in diesem Jahr wieder im Rennkalender. I

06.01.2026Diese WorldTour-Profis haben noch keinen Vertrag für die neue Saison

(rsn) – Das neue Jahr hat begonnen, doch noch immer stehen einige WorldTour-Profis ohne neuen Vertrag da. Nicht alle Fahrer, die 2025 noch in der Elite-Liga des Radsports angestellt waren, werden

06.01.2026Chirurg erwartet drei Monate Pause für van Aert

(rsn) - Ludovic Robeet kann seine Karriere als Radprofi fortsetzen. Der Belgier in Diensten von Cofidis, der im September 2025 einen Schlaganfall erlitten hatte, teilte die guten Nachrichten via Insta

RADRENNEN HEUTE

    Radrennen Männer

  • Antwerp Port Epic (1.1, BEL)
  • Tour de Gyeongnam (2.2, KOR)