Jens Lehmann: «Ich bin noch lange nicht müde»

17.09.2000  |  dpa: Zum zweiten Mal haben sie «nur» Silber im Einzel bei Olympischen Spielen gewonnen.

Jens Lehmann: «Diesmal bin ich stolz. Vor acht Jahren habe ich mich darüber geärgert, nun freue ich mich. Wenn mir einer gesagt hätte, dass ich in Sydney noch einmal Silber hole, den hätte ich für komplett verrückt erklärt. Immerhin habe ich meine erste Medaille außerhalb Europas geholt.»

dpa: Im Duell der Generationen hat ihnen Robert Bartko die Grenzen aufgezeigt?

Lehmann: «Er war einfach besser. Ich musste alles riskieren, aber es hat nicht gereicht. Ich bin mit einem großen Gang gefahren, habe also etwas gepokert und bin dann eingebrochen.»

dpa: Wie lange werden sie noch fahren?

Lehmann: «Na gut, ich bin 32 Jahre alt, aber lange noch nicht müde. Mal sehen, wie lange ich noch Kraft habe. Ich denke noch nicht an das Karriereende.»

dpa: Was steht nach Olympia an?

Lehmann: «Dann will ich mich erst einmal auf die Weltmeisterschaft in Manchester konzentrieren. Da habe ich 1996 meinen tiefsten Schlag einstecken müssen, bin in der Qualifikation überholt worden.»

dpa: Und danach?

Lehmann: «Dann kommen die Sechs-Tage-Rennen. Ich möchte noch eine ganze Weile Rad fahren, aber das nächste Jahr werde ich ganz bestimmt etwas ruhiger angehen lassen.»

dpa: Zukunftspläne?

Lehmann: «Ich möchte weiter im Sport bleiben. Vielleicht ergibt sich durch die Fußball-Weltmeisterschaft in Leipzig ja eine Möglichkeit. Gespräche habe ich schon geführt.»

Volker Gundrum, dpa

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