Starker Auftritt als Ausreißer bei Vuelta

Das Finale war zu steil für "Klotz" Lang

Von Christoph Adamietz

Foto zu dem Text "Das Finale war zu steil für
Sebastian Lang (Omega Pharma Loto) im steilen Schlussanstieg | Foto: ROTH

28.08.2011  |  (rsn) – Bei seiner letzten großen Landesrundfahrt der Karriere wollte es Sebastian Lang (Omega Pharma Lotto) noch einmal wissen. Der 31-Jährige dominierte die 9. Etappe mit Bergankunft in La Covatilla über weite Strecken als Ausreißer. „Ich wollte heute in die Gruppe“, sagte Lang am Abend zu Radsport News.

Um dies sicher zu stellen, initiierte der Lotto-Profi mit einer frühe Attacke die Ausreißergruppe des Tages, die allerdings nur aus vier Mann bestand. „Eigentlich habe ich auf eine größere Gruppe getippt. Dass wir nur zu viert waren, ist leider nicht so gut gewesen“, so Lang, der aber dennoch alles gab und mit seinen Tempoverschärfungen nach und nach seine drei Begleiter abschüttelte.

Als letztes fuhr er dem niederländischen Meister Pim Ligthart (Vacansoleil) zehn Kilometer vor dem Ziel davon. Doch das Feld saß dem Erfurter bereits im Nacken. „10 Kilometer vor dem Ziel war mir klar, dass es nicht reichen wird“, so der Allrounder.

Zu schwer waren die letzten acht Kilometer mit Steigungsgraden von bis zu 15 Prozent, um sich noch gegen das heranjagende Feld zu wehren. „In einem solch steilen Berg hat ein Klotz wie ich dann noch weniger Chancen“, schilderte Lang, der jedoch auch anfügte. „Mit etwas mehr als den vier Minuten Vorsprung, den ich zu Beginn des Schlussanstiegs hatte, wäre der Tagessieg durchaus drin gewesen.“ So wurde der Deutsche 6,5 Kilometer vor dem Ziel eingeholt, aber immerhin zum kämpferischsten Fahrer der Etappe ausgezeichnet.

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