Die deutschen Vuelta-Starter / Teil 1

Sprinter, Ausreißer und Zeitfahrspezialisten

Foto zu dem Text "Sprinter, Ausreißer und Zeitfahrspezialisten"
Tony Martin (li.) und John Degenkolb (HTC-Highroad) Foto: ROTH

17.08.2011  |  (rsn) – Zwölf deutsche Profis nehmen die am Samstag in Benidorm beginnende 66. Vuelta a Espana in Angriff. Radsport News stellt in einer zweiteiligen Serie die Fahrer, ihre Ziele und Aufgaben vor. Teil 1:

Tony Martin (HTC-Highroad, 26 Jahre, 1. Teilnahme): Bei seinem Vuelta-Debüt wird sich der Eschborner mit Wohnsitz in der Schweiz auf die beiden Zeitfahren konzentrieren. Besonders im Einzelzeitfahren von Salamanca zählt Martin zu den Top-Favoriten. Darüber hinaus will der Tour-Etappensieger das Rennen vor allem zur Vorbereitung auf die Straßen-WM in Kopenhagen nutzen und hat deshalb keine Ambitionen in der Gesamtwertung.

Bert Grabsch (HTC-Highroad, 36 Jahre, 6. Teilnahme): Der deutsche Zeitfahrmeister ist ein alter Vuelta-Hase. Für Grabsch gilt im Übrigen das gleiche wie für seinen Teamkollegen Martin: Konzentration auf das Team- und das Einzelzeitfahren –auf dem Rollerkurs von Salamanca wird auch der gebürtige Wittenberger um den Sieg mitfahren. Es wäre sein zweiter Erfolg bei einer Spanien-Rundfahrt. Vor vier Jahren gewann der Weltmeister von 2008 das Einzelzeitfahren der 8. Etappe.

John Degenkolb (HTC-Highroad, 22 Jahre, 1. Teilnahme): Der Erfurter wird für seine herausragende erste Profisaison mit der Teilnahme an der letzten großen Rundfahrt des Jahres belohnt. Degenkolb wird seine Chancen auf den Sprinteretappen mit anspruchsvollem Profil suchen und sich ebenfalls für die Straßen-WM in Kopenhagen in Schwung bringen wollen.

Simon Geschke (Skil-Shimano, 25 Jahre, 1. Teilnahme): Der kletterstarke Berliner wird beim Vuelta-Debüt seines Skil-Teams versuchen, den Sprung in Ausreißergruppen zu schaffen. Aber auch in der Sprintvorbereitung für Marcel Kittel wird Geschke, wie zuletzt bei der Polen-Rundfahrt, eine wichtige Rolle spielen. Bei seinem ersten Profisieg (beim Critérium International) hat er zudem beweisen, dass er auch bei einer Sprintentscheidung ganz vorne landen kann – wenn die Spezialisten abgehängt sein sollten.

Marcel Kittel (Skil-Shiman, 23 Jahre, 1. Teilnahme): Mit einem Dutzend Siegen ist der Erfurter nicht nur der erfolgreichste Neoprofi dieser Saison, sondern auch der neue Stern am Sprinterhimmel. Nach zuletzt vier Siegen bei der Polen-Rundfahrt ist Kittel auch bei der Vuelta ein Etappensieg zuzutrauen. Trotz seiner erst 23 Jahre besticht der Skil-Sprinter durch seinen kraftvollen Antritt und großes taktisches Geschick. Zudem ist sein Team ganz auf den gebürtigen Arnstädter eingeschworen und perfekt aufeinander abgestimmt, wie man in Polen sehen konnte.

Johannes Fröhlinger (Skil-Shimano, 26 Jahre, 3. Teilnahme): Der Freiburger soll als erfahrenster Mann das junge Skil-Team führen. Fröhlinger überzeugte in dieser Saison nicht nur als verlässlicher Helfer, sondern schrammte erneut mehrfach nur knapp an seinem ersten Profisieg vorbei, so etwa als Siebter der 3. Etappe der Bayern-Rundfahrt oder als Zweiter auf der 4. Etappe der Österreich-Rundfahrt. Wie auch Teamkollege Geschke hat Fröhlinger gute Aussichten, auf anspruchsvollem Terrain aus einer Ausreißergruppe heraus einen Etappensieg einzufahren.

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