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23.05.2011 | (rsn) - Die geheime Liste der UCI sorgte letzte Woche für Diskussionsstoff. Sie teilte die Teilnehmer der letztjährigen Tour de France in Kategorien von 0 bis 10 ein. Die Fahrer ab Stufe 5 wurden in Medienberichten allgemein als mehr oder weniger stark dopingverdächtig gewertet. Das sorgte nicht nur unter den betreffenden Profis für Unmut und brachte die Gemüter in Wallung.
Radsport News wollte von der UCI wissen, was es mit der Liste wirklich auf sich hat. Enrico Carpani, der Sprecher des Weltverbandes, antwortete ausführlich.
Herr Carpani - was genau hat es mit der von der L`Equipe veröffentlichten UCI-Liste auf sich?
Carpani: Zunächst einmal ist es wichtig zu verstehen, dass diese Liste keinenÂ
Doping-Verdächtigungsgrad wiiderspiegelt. Es ist vielmehr ein
Arbeitsdokument, das Prioritäten für die Durchführung von
Dopingtests festlegt. Es ist nicht möglich, alle 200 Tourstarter zehnmal zu testen. Deshalb muss eine solche Prioritätenliste geschaffen
werden, die nicht auf Zufall oder Gutdünken basiert.
Fahrer und Teamchefs haben von der UCI eine detaillierte Aufklärung zum Zustandekommen der Liste gefordert. Können Sie die konkreten Kriterien für die Einstufung der Fahrer in Kategorien von 0 bis 10 erläutern?
Carpani: Für die Erstellung der Liste waren folgende Indikatoren maßgeblich: Zum einen wurden die Rohdaten des hämatologischen Profils im Blutpass verwendet. Dabei wurde jedoch nicht berücksichtigt, welche Erklärungen es für diese Werte gab. Außerdem wurde berücksichtigt, ob und wie häufig ein Fahrer vor der Tour getestet worden war. Zu guter Letzt spielten auch sportliche Gesichtspunkte wie Ergebnisse, Rennprogramme und Zielsetzungen für die Tour eine Rolle.
Wer hat diese Liste erstellt?
Carpani: Die Liste wurde von der APM (Athlet`s Passport Management Unit) erstellt, die sich aus hoch angesehenen Dopingexperten zusammensetzt.
Seit wann wird eine solche Liste erstellt und wird es sie auch für die Tour 2011 geben?
Carpani: Eine solche Liste wird seit 2009 vor jeder großen Landesrundfahrt erstellt, und selbstverständlich wird dies auch wieder bei der Tour 2011 der Fall sein.
Ist man durch die Erstellung einer solchen Liste und den damit verbundenen gezielteren Tests einem gedopten Fahrer schon auf die Schliche gekommen?
Carpani: Wie bereits gesagt, ist diese Liste ein Werkzeug, das einen wichtigen Teil unserer Anti-Dopingstrategie ausmacht. Schon seit Jahren führen wir zielgerichtete Kontrollen durch. So ist nicht die Frage, ob ein Fahrer erwischt wurde, weil er auf dieser Liste stand. Vielmehr ist es wichtig zu fragen, ob eine solche Liste für den Antidopingkampf wichtig ist, um die Effektivität zu erhöhen. Und diese Frage kann man ganz klar mit „ja“ beantworten.
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