Nur Titelverteidigerin Ostiz schneller

EM-Zeitfahren der Juniorinnen: Leis um zwei Sekunden an Gold vorbei

Foto zu dem Text "EM-Zeitfahren der Juniorinnen: Leis um zwei Sekunden an Gold vorbei"
Das Podium des EM-Zeitfahrens der Juniorinnen, v.l.: Magdalena Leis, Paula Ostiz, Oda Aune Gissinger | Foto: Cor Vos

01.10.2025  |  (rsn) – Magdalena Leis hat German Cycling zum Auftakt der Straßen-Europameisterschaften in der französischen Region Drôme-Ardèche die erste Medaille beschert. Die 18-Jährige musste sich im Zeitfahren der Juniorinnen nach 12,2 Kilometer von Allex nach Étoile-sur-Rhône nur der Spanierin Paula Ostiz knapp geschlagen geben.

Ihr Rückstand auf die U19-Straßen-Weltmeisterin auf der Straße betrug lediglich 2,4 Sekunden. Bronze sicherte sich mit zehn Sekunden Rückstand auf die Titelverteidigerin die Norwegerin Oda Aune Gissinger.

Auf den weiteren Plätzen folgten die Niederländerinnen Megan Arens (+0:13), die in Kigali noch Zeitfahr-Weltmeisterin geworden war, und Roos Müller (+0:16).

"Ich wusste, dass am Ende die Favoritinnen kommen würden und zu sehen, dass die Weltmeisterin hinter mir ist und eine Paula Ostiz nur zwei Sekunden schneller ist, das ist ein unbeschreibliches Gefühl. Das hat sich heute fast so angefühlt, als ob ich gewonnen hätte", kommentierte Leis gegenüber RSN im Ziel ihren zweite Platz. "Eine Silbermedaille bei einer Europameisterschaft zu gewinnen, ist etwas ganz Tolles. Es ist für mich die erste Medaille in einer Einzeldisziplin auf der Straße in einem internationalen Wettkampf. Ich bin einfach nur überglücklich."

Leis war auf der welligen und windanfälligen Strecke bereits als fünfte Starterin ins Rennen gegangen und musste schließlich nur Vorjahressiegerin Ostiz noch den Vortritt lassen. "Es war sehr nervenaufreibend, hier zu sitzen und abzuwarten und quasi alle durchfahren sehen zu müssen und zu hoffen, dass meine Zeit schneller war", sagte sie und fügte an: "Die Strecke war hart, der Wind war der größte Einflussfaktor. Ich habe einfach nur versucht Kopf runter und einfach dagegenzudrücken, was ging. Da die Strecke relativ kurz war, hat das auch von Kilometer 0 bis 12 einfach nur wehgetan."

Als zweitbeste deutsche Starterin belegte Klara Dworatzek in ihrer ersten Saison in der U19-Klasse den 16. Platz (+1:07). Leni Bauer folgte auf Rang 26.

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