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07.01.2025 | (rsn) – Angeführt von seinen beiden neuen Topstars Julian Alaphilippe und Marc Hirschi präsentierte sich der Schweizer Zweitdivisionär Tudor Pro Cycling in Moraira bei Calpe der Öffentlichkeit. Der zweimalige Straßen-Weltmeister aus Frankreich und der ehemalige U23-Weltmeister aus der Schweiz sollen den von Fabian Cancellara geleiteten Rennstall in neue Höhen führen.
Aufgrund seines Status als ProTeam ist Tudor allerdings auch 2025 auf Wildcards von den Veranstaltern der großen Rennen angewiesen. ""Wir würden gerne an Grand Tours und Ardennenklassikern teilnehmen, aber das liegt nicht an uns. Wir fahren Paris-Nizza, das ist offiziell, aber der Rest steht noch aus und das respektieren wir. Es gibt Berichte und Gerüchte, aber wir werden unsere Pläne einhalten. Ich denke, wir haben einen vielversprechenden Kalender“, erklärte Cancellara laut cyclingnews am Medientag, an dem er sich aber zuversichtlich zeigte: “Wir wissen, wer wir sind, was wir können und wie wir die Dinge angehen. Wir sind auf unserem Weg, also schauen wir mal, ob es Ja oder Nein ist.“
Dank seines neuen Spitzenduos wird Tudor wohl beste Chancen auf Starts bei den Ardennenklassikern haben – schließlich gewann Alaphilippe den Flèche Wallonne gleich drei Mal und wurde genauso oft Zweiter bei Lüttich-Bastogne-Lüttich. Hirschi kommt auf einen Sieg beim Flèche Wallonne sowie einen zweiten Platz in Lüttich. Der 32-jährige Alaphilippe wiederum wird Cancellara auf eine Tour-Wildcard hoffen lassen. Schließlich gewann der Franzose in seiner Karriere bislang sechs Etappen der Frankreich-Rundfahrt, bei der er zudem an 37 Tagen das Gelbe Trikot trug.
Fest steht bislang, dass Alaphilippe sein Tudor-Debüt am 16. Februar beim portugiesischen Eintagesrennen Figueira Classic geben und die drei Tage später beginnende Algarve-Rundfahrt bestreiten wird. Hirschi wird erstmals Ende Januar bei drei Rennen der Mallorca Challenge im Tudor-Trikot zu sehen sein.
Wie der weitere Rennplan der prominenten Neuzugänge aussehen wird, ist nicht bekannt. "Wenn wir die Ardennenklassiker fahren können, werden die mein großes Ziel sein“, kündigte der 26-jährige Hirschi am Medientag an. Für Alaphilippe, der selber Ardennen-Ambitionen hegen dürfte, kein Problem, wie er betonte. “Wir sind intelligent und reif genug, um miteinander auszukommen. Ich werde mich immer freuen, wenn Marc gewinnt und seine Ziele erreicht. Es wird keinen Streit geben“, so der Routinier, der sich nach längerer Schwächeperiode im vergangenen Jahr wieder in starker Form präsentierte und erstmals in seiner Karriere eine Giro-Etappe gewann. Hirschi wiederum imponierte mit einer überragenden zweiten Jahreshälfte, in der ihm acht seiner neun Saisonsiege gelangen.
In die neue Saison startet Tudor Pro Cycling mit den vom Radsportweltverband UCI maximal erlaubten 30 Profis, sieben davon sind neu im Team. Stärkste Fraktion stellen die Schweizer mit sieben Fahrern, gefolgt von den sechs Deutschen Marco Brenner, Mika Heming, Alexander Krieger, Marius Mayrhofer, Florian Stork und Hannes Wilksch.
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