Belgier mit Doppelschlag bei UAE Tour

Van Eetvelt fliegt am Jebel Hafeet der Konkurrenz davon

Von Peter Maurer

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Lennert Van Eetvelt gewinnt am Jebel Hafeet die 7. Etappe der UAE-Tour | Foto: Cor Vos

25.02.2024  |  (rsn) – Der Belgier Lennert Van Eetvelt hat die finale Etappe der UAE Tour mit der Bergankunft am Jebel Hafeet für sich entschieden. Zwei Kilometer vor dem Ziel löste sich der 22-Jährige aus dem Feld der Favoriten und sicherte sich mit seinem ersten WorldTour-Sieg auch die Gesamtwertung der Rundfahrt durch die Vereinigten Arabischen Emirate.

Zu seinen 22 Sekunden, die er auf seine Verfolger Pello Bilbao (Bahrain – Victorious) und Ben O'Connor (Decathlon AG2R La Mondiale), die in der Tageswertung die Plätze zwei und drei belegten, kamen noch zehn Bonussekunden dazu, die ihm schlussendlich den Vorteil von zwei Sekunden gegenüber O'Connor einbrachten.

"Ich kann das gar nicht glauben. Alle haben mir gesagt, ich soll aufs Ganze gehen, aber mit den starken Konkurrenten habe ich bis zum Schluss nicht daran geglaubt, zu gewinnen. Das war nicht realistisch, weil ich etwas zurücklag. Am Ende hat es aber geklappt", strahlte der junge Belgier im Ziel.

Als Van Eetvelt antrat, beobachteten sich seine Gegner zu lange. So konnten sie den Abstand zum Lotto-Profi bis zum Etappenende nicht mehr verringern. "Ich hatte erwartet, dass das Rennen vorher härter wird, weil es wegen des Windes nicht einfach war. Als ich antrat, habe ich alles gegeben. Am Mittwoch hatte ich noch zu lange gewartet", so der 22-Jährige, der abschließend anfügte: "Ich weiß, dass ich mich im Winter weiterentwickelt habe, aber ich kann kaum glücklicher sein als heute."

Das Gegenteil der Freude stand O'Connor ins Gesicht geschrieben, der um zwei Sekunden den Rundfahrtssieg verpasste. Nachdem sein Landsmann Jay Vine (UAE Team Emirates) schon früh die Segel streichen musste - der Australier konnte den ersten Tempoverschärfungen am Jebel Hafeet nicht folgen - war O'Connor der große Favorit gewesen. Den dritten Platz in der Gesamtwertung holte sich Geburtstagskind Bilbao vor Ilan van Wilder (Soudal – Quick Step) und Attila Valter (Visma – Lease a Bike).

Emanuel Buchmann (Bora – hansgrohe) mischte sich in die kleine Ausreißergruppe des Tages und verteidigte seinen Vorsprung lange bis in den Jebel Hafeet hinein. Drei Kilometer vor dem Ziel wurde der Ravensburger allerdings von den Favoriten eingeholt.

So lief die 7. Etappe der UAE-Tour:

Schon früh nach dem Start, nach drei Kilometern, löste sich Buchmann auf dem 161 Kilometer langen Abschnitt aus dem Feld. Mit dem Schweizer Silvan Dillier, dem Belgier Jonas Rickaert (beide Alpecin – Deceuninck) sowie dem Briten Mark Stewart (Corratec – Vini Fantini) fand er drei Begleiter. Der Vorsprung des Quartetts wuchs schnell auf sechs Minuten an.

Zur Rennhälfte kam es zu einer Teilung des Feldes, wobei mit Ausnahme von Louis Meintjes (Intermarché – Wanty) keiner der großen Kletterspezialisten betroffen war. Dadurch wurde die Anfahrt zum Schlussanstieg sehr schnell und der Vorsprung der Gruppe rund um Buchmann sank rapide.

Eingangs des Jebel Hafeet verabschiedeten sich dann Rickaert und Stewart, wenig später ließ Buchmann auch Dillier stehen. Im Feld der Favoriten bekam Brandon McNulty (UAE Team Emirates), der Dritte der Gesamtwertung, früh Probleme. Sieben Kilometer vor der Zielankunft erwischte es dann seinen Teamkollegen Vine, während vorne Fahrer für Fahrer attackierte, aber wieder rausnahm, nachdem kein wirklicher Abstand hergestellt werden konnte.

Zwei Kilometer vor dem Ziel erwischte dann Van Eetvelt den richtigen Augenblick und fuhr zu seinem ersten WorldTour-Sieg. Dahinter sprintete Bilbao auf den zweiten Rang vor O'Connor, der die beiden Bonussekunden im Kampf um die Gesamtwertung, die er als Zweiter bekommen hätte, dringender benötigt hätte, als der Spanier. Die Zwischensprintwertung sicherte sich der Brite Stewart, das Sprinttrikot holte sich Tim Merlier (Soudal – Quick Step), der über 18 Minuten nach Van Eetvelt über die Ziellinie rollte.

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