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19.06.2023 | (rsn) – Im vergangenen Jahr dominierte Wout Van Aert mit seinem Team Jumbo – Visma die Tour-Generalprobe nach Belieben. Der Belgier gewann zwei Etappen und wurde zweimal Tageszweiter, sein Team gelang in der Gesamtwertung ein Doppelerfolg durch Primoz Roglic und den späteren Tour-de-France-Gewinner Jonas Vingegaard. Allerdings war Van Aert damals beim Critérium du Dauphiné im Einsatz, während er sich in diesem Jahr für die Schweiz-Rundfahrt entschied – und die endete weit weniger erfolgreich.
Zwar sicherte sich der letztjährige Gewinner des Grünen Trikots der Tour die Punktewertung in der Schweiz. Doch im Kampf um Etappensiege musste sich Van Aert mit zwei dritten Plätzen und einem zweiten Rang begnügen, Teamkollege Wilco Kelderman verpasste als Vierter das Podium am Ende deutlich.
“Es ist etwas ernüchternd, aber andererseits kann man daraus auch keine großen Schlussfolgerungen ziehen. Ich habe ein gutes Niveau erreicht, aber nicht mein allerbestes“, zog der Belgier gegenüber der Zeitung Het Nieuwsblad eine gemischte Bilanz der 86. Tour de Suisse, deren Teilnehmer nach dem tödlichen Unfall von Gino Mäder (Bahrain Victorious) unter Schock standen.
“Ich hatte eine gute Woche. Bis wir Gino verloren haben, hat es mir wirklich Spaß gemacht“, sagte Van Aert, der sich wegen des schrecklichen Sturzes auf der 5. Etappe nun auf einige freie Tage fernab vom Radsport freut. “Natürlich waren die letzten Tage auch in menschlicher Hinsicht schwierig. Es wird mir auf jeden Fall gut tun, für eine Weile nach Hause zu gehen und der Radsportwelt zu entfliehen.“
Zurückkehren wird Van Aert zu den Belgischen Meisterschaften, wo er am Donnerstag im Zeitfahren seinen Titel verteidigen will und auch im Straßenrennen am Sonntag antreten wird. “Im Übrigen geht es im Training um Details und ums Ausruhen. Das ist das Wichtigste. Wenn ich es jetzt etwas ruhiger angehen lasse, wird mein Körper einen weiteren Schritt nach vorne machen“, zeigte sich Van Aert zuversichtlich, rechtzeitig zum Grand Départ am 1. Juli wettbewerbsfähig zu sein.
Das bedeutet für ihn, bei der 110. Tour de France um Etappensiege kämpfen zu können und seine Bilanz von bisher neun Tageserfolgen weiter zu verbessern. “Mein Sprint war schon gut. Damit bin ich auf jeden Fall zufrieden. Das Klettern wurde tatsächlich von Tag zu Tag besser. Das ist definitiv etwas, was man mitnehmen kann. Mein Gewicht ist auch in Ordnung und liegt ziemlich nahe an der Zahl, mit der ich die Tour beginnen möchte“, führte er die Faktoren auf, die ihn zuversichtlich für seine fünfte Tour de France stimmen.
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