Bötticher Dritter der Sprint-Liga

Imhof feiert nach Krimi in London den Champions-League-Sieg

Von Felix Mattis

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Claudio Imhof mit der Trophäe des Champions-League-Siegers. | Foto: Cor Vos

04.12.2022  |  (rsn) – Mathilde Gros, Jennifer Valente, Matthew Richardson und der Schweizer Claudio Imhof sind die Gesamtsieger der zweiten Saison in der Geschichte der UCI Track Champions League. In bis zum jeweils letzten Lauf packenden Wettkämpfen sicherten sich diese Vier den Titel und die damit verbundenen 25.000 Euro Preisgeld.

Als bester Deutscher in der Gesamtwertung einer der vier Ligen belegte Stefan Bötticher bei den Sprintern den dritten Platz. Der 30-Jährige kam in London am Schlussabend noch einmal auf einen vierten Rang im Sprint- und wurde Dritter im Keirin-Turnier.

Gegen die beiden Überflieger Richardson und Harrie Lavreysen konnte Bötticher allerdings nichts ausrichten. Sie machten die Siege und auch den Titel einmal mehr unter sich aus.

Lavreysen gewann zunächst im Sprint-Turnier das Finale gegen den Australier und zog virtuell sogar noch einmal in der Gesamtwertung um einen Punkt an Richardson vorbei.

Die Entscheidung fiel dann im Keirin-Finale. Lavreysen führte das Rennen auf die Zielgerade, doch Richardson fing ihn auf den letzten Metern noch gerade so ab und siegte um 0,012 Sekunden. Damit holte der Australier sich die Gesamtführung zurück und durfte sich als Champions-League-Sieger feiern lassen.

Grabosch mit starkem Abschluss

Mitten drin im Jubel war auch seine Freundin Pauline Grabosch, für die ihre erste Champions-League-Saison in London ebenfalls noch ein versöhnliches Ende nahm. Nachdem Grabosch bei allen vorherigen Rennen in der ersten Runde ausgeschieden war, gelang ihr im Sprint-Turnier von London der Sprung ins Halbfinale und auf den vierten Rang. Ein klarer Anstieg ihrer Formkurve war am Ende der vierwöchigen Rennserie zu erkennen.

Moritz Malcharek verbesserte sich am Schlussabend nicht mehr wie gehofft vom siebten auf den fünften Platz der Endurance League. Er attackierte zwar einmal mehr im Scratch-Rennen, konnte sich aber nicht bis ins Ziel vor dem Hauptfeld behaupten und musste sich in seiner Parade-Disziplin mit Rang zehn begnügen. Es folgte ein elfter Platz in der Elimination und schließlich Rang acht in der Gesamtwertung.

Lea Lin Teutenberg wurde Neunte im Scratch und Elfte in der Elimination sowie 14. in der Gesamtwertung der Endurance League der Frauen. Die ging am Ende an die US-Amerikanerin Valente, die in London taktisch clever fuhr und sich voll auf ihre Kontrahentin Katie Archibald konzentrierte, um jeweils hinter ihr die nötigen Punkte zu holen und den Titel zu erringen.

Imhof siegt hauchdünn gegen Mora

Bei den Männern triumphierte Imhof in einem ebenso engen Finish, wie es bei den Sprintern zu sehen war. Der Schweizer und der Zweitplatzierte Sebastian Mora aus Spanien waren am Saisonende mit je 125 Zählern punktgleich. Imhof trug den Gesamtsieg davon, weil er im abschließenden Ausscheidungsfahren weiter kam, als Mora.

In der Sprint League der Frauen machte es Gros nach dem Keirin noch einmal unfreiwillig spannend. Die französische Sprint-Weltmeisterin wurde dort im Finale nur Sechste, so dass sowohl Kelsey Mitchell (Kanada) als auch die Niederländerin Shanne Braspennincx vor dem Sprint-Turnier plötzlich wieder Titelchancen hatten.

Dort aber gab sich die Weltmeisterin keine Blöße, zog souverän ins Finale ein und stand damit als Gesamtsiegerin der Champions League fest. Im direkten Duell mit der Zweitplatzierten Mitchell schloss Gros die Serie dann standesgemäß noch mit einem letzten Triumph ab.

Sprint League der Frauen
1. Mathilde Gros (Frankreich) 140 Punkte
2. Kelsey Mitchell (Kanada) 127
3. Shanne Braspennincx (Niederlande) 122
4. Martha Bayona (Kolumbien) 120
5. Steffie van der Peet (Niederlande) 106

13. Pauline Grabosch (Deutschland) 45

Endurance League der Frauen
1. Jennifer Valente (USA) 161 Punkte
2. Katie Archibald (Großbritannien) 158
3. Anita Stenberg (Norwegen) 110
4. Maggie Coles-Lyster (Kanada) 110
5. Lily Williams (USA) 95

14. Lea Lin Teutenberg (Deutschland) 38

Sprint League der Männer
1. Matthew Richardson (Australien) 183 Punkte
2. Harrie Lavreysen (Niederlande) 181
3. Stefan Bötticher (Deutschland) 136
4. Kevin Santiago Quintero (Kolumbien) 92
5. Santiago Ramirez (Kolumbien) 89

Endurance League der Männer
1. Claudio Imhof (Schweiz) 125 Punkte
2. Sebastian Mora (Spanien) 125
3. Mark Stewart (Großbritannien) 115
4. Oliver Wood (Großbritannien) 112
5. Mathias Guillemette (Kanada) 107

8. Moritz Malcharek (Deutschland) 86

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