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16.07.2022 | (rsn) – Nachdem er an den vergangenen Tagen im Kampf um die Bergpunkte leer ausgegangen war, hat Simon Geschke auf der 14. Etappe der Tour de France wieder zugeschlagen und seine Führung in der Sonderwertung gegenüber dem Südafrikaner Louis Meintjes (Intermarché – Wanty – Gobert) um drei auf nunmehr sieben Zähler ausgebaut.
“Drei Punkte dazugewonnen, das ist nicht die Welt. Aber ich kann auf jeden Fall zufrieden sein. Morgen wird es hoffentlich ein bisschen ruhiger“, sagte der Freiburger im Ziel am Flugplatz von Mende, wo er 1:12 Minuten hinter Etappengewinner Michael Matthews (BikeExchange – Jayco) Neunter und damit unmittelbar hinter Lennard Kämna (Bora – hansgrohe) zweitbester deutscher Fahrer war. “Natürlich hätte ich mir ein besseres Ergebnis gewünscht, aber ich habe heute auch gemerkt, dass die Kräfte nach zwei Wochen Tour auch schwinden. Das war schon mein vierter Tag in einer Ausreißergruppe – das kostet jedes Mal Kraft. Von daher war ich froh, überhaupt in der Gruppe zu sein. Es war ein wirklich schwerer Kampf heute Morgen."
Damit meinte Geschke die ersten 40 Kilometer bis zur Bergwertung an der Côte de Châtaignier (3. Kat.), wo der Freiburger mit einer Tempobeschleunigung die Gruppe des Tages initiierte, sich dort einen Punkt und später an der Côte de Grandrieu (3. Kat.) zwei weitere Zähler holte, wohingegen Meintjes, der ebenfalls in der 23-köpfigen Ausreißergruppe mitmischte, leer ausging.
Geschke hofft auf eine ruhige Fahrt nach Carcassonne
Danach allerdings war auch beim Cofidis-Profi der Tank leer, denn als Matthews weit vor dem Ziel attackierte, konnte Geschke, wie seine Konkurrenten, dem Australier nicht folgen. Dabei hatte der 36-Jährige auch mit dem Tagessieg spekuliert. “Ich wollte in die Gruppe gehen um auch die Etappe vorne zu beenden. Für den Etappensieg war ich nicht gut genug, oder um es anders zu sagen: Ein paar Andere waren stärker. Ich hatte einen guten Tag, aber nicht den Besten“, erklärte Geschke danach.
Vor dem dritten Ruhetag stehen nun noch 202,5 Kilometer von Rodez nach Carcassonne an. Dabei sind an den beiden Bergwertungen der 3. Kategorie insgesamt vier Zähler zu holen, so dass Geschke das Gepunktete Trikot auch mit in die Pyrenäen nehmen wird. “Morgen wird es hoffentlich ein bisschen ruhiger, dann ist es flach. Ich hoffe mich dann einigermaßen schonen zu können“, kündigte er schon seinen Sonntag im Peloton verbringend an.
Dafür wird Geschke in der dritten Woche umso mehr gefordert sein, will er sein Bergtrikot auch auf den drei Bergetappen durch die Pyrenäen verteidigen. Angesichts seines knappen Vorsprungs blieb er in Mende jedenfalls unverändert skeptisch. “Das Bergtrikot bis Paris zu verteidigen wird sehr sehr schwer“, fügte er an.
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