10. Giro-Etappe, Pescara – Jesi, 196 km

Terrain wie gemacht für van der Poel und Girmay

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Kommt es auf der 10. Giro-Etappe wieder zum Sprintduell zwischen Biniam Girmay (li.) und Mathieu van der Poel? | Foto: Cor Vos

16.05.2022  |  (rsn) - Nach dem zweiten Ruhetag wird der 105. Giro d'Italia mit einer fast 200 Kilometer langen Etappe fortgesetzt, die in der zweiten Hälfte über hügeliges Terrain verläuft und damit zu Attacken einlädt.

10. Etappe, 17. Mai, Pescara – Jesi, 196 km
Nach 100 topfebenen Kilometern geht es ins hügelige Hinterland von Ancona. Drei Bergwertungen der 4. Kategorie stellen sich dabei in der winkligen zweiten Rennhälfte den Fahrern in den Weg, die letzte erst acht Kilometer vor dem Ziel in Jesi.

Dieser letzte Anstieg nach Monsano ist immerhin vier Kilometer lang und im Schnitt zwar nur 4,2 Prozent steil, wartet etwa zur Hälfte aber mit einem 11-Prozent-Stich auf. Das dürfte den meisten Sprintern den Garaus machen. In Jesi sollte es daher zum Sieg eines Ausreißers kommen – entweder aus einer früh gebildeten Gruppe des Tages oder durch einen starken Angriff aus dem Hauptfeld im Etappenfinale.

Mindestens genauso im Fokus wie der Tagessieger wird an diesem Tag aber ein anderer Mann stehen: Michele Scarponi. Fünf Jahre und 25 Tage nach seinem Tod besucht der Giro zum erst zweiten Mal in seiner Geschichte den Geburtsort des im April 2017 im Training von einem Auto erfassten und so beliebten Giro-Siegers von 2011.

 

Der Giro d’Italia 2022 wird heute mit einer Etappe fortgesetzt, die in der zweiten Hälfte zu Attacken einlädt.

| Foto: RCS Sport

Angesichts des hügeligen Finals kann mit einem ähnlichen Szenario wie auf der Neapel-Etappe gerechnet werden. Mathieu van der Poel (Alpecin – Fenix) wird alles daransetzen, einen zweiten Tagessieg zu holen, Debütant Biniam Girmay (Intermarché – Wanty – Gobert) jagt dagegen seinem ersten Erfolg hinterher. Sieg-Kandidaten sind außerdem Magnus Cort (EF Education – EasyPost), Mauro Schmid (Quick-Step Alpha Vinyl) und der starke Natnael Tesfatsion (Drone Hopper – Androni Giocattoli).

Aber auch Lennard Kämna könnte versuchen, seinem Triumph vom Ätna einen zweiten folgen zu lassen. Dagegen ist das Terrain der zweiten Rennhälfte für die klassischen Sprinter wohl zu schwer.

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