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Tour de l´Ain: DSM-Plan ging perfekt auf

Storer jubelt am Ende eines langen Wegs

Von Kevin Kempf

Foto zu dem Text "Storer jubelt am Ende eines langen Wegs"
Michael Storer (DSM) beim Giro d´Italia. | Foto: Cor Vos

31.07.2021  |  (rsn) – Am 8. März sorgte Sprinter Cees Bol auf der 2. Etappe von Paris - Nizza für den ersten Saisonsieg von DSM. Fast fünf Monate musste das deutsche Team warten, bis es erneut Grund zum Jubel gab. Mit einem 25 Kilometer langen Solo am letzten Tag der Tour de l'Ain (2.1) holte sich Michael Storer die Königsetappe und entschied mit seinem ersten Profisieg auch die Gesamtwertung der dreitägigen Rundfahrt durch Frankreich für sich.

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“Ich kann es nicht glauben. Ich habe vier Jahre auf einen Sieg gewartet“, sagte der Australier im Siegerinterview. “Ich habe so hart gearbeitet, mich jedes Jahr verbessert und das Team stand dabei immer hinter mir. Es war ein langer Weg und wir wussten immer, dass es möglich sein würde. Aber es jetzt hier wirklich wahr zu machen, das ist eine andere Geschichte“, erklärte der Kletterer, der mit viel Vorschusslorbeeren zu den Profis gewechselt war.

Als Junior gewann Storer im Jahr 2014 Bronze im Zeitfahren der damaligen Weltmeisterschaften. Seine Stärke im Kampf gegen die Uhr büßte er in seiner U23-Zeit ein. Dafür entwickelte er sich zu einem der besten Kletterer seiner Generation, bevor er 2018 Profi beim DSM-Vorgänger Sunweb wurde.

Nun konnte der 24-jährige zum ersten Mal in seiner Profikarriere jubelnd über den Zielstrich fahren, nachdem er am Freitag bereits Zweiter hinter Georg Zimmermann (Intermarché – Wanty - Gobert) geworden war. “Wir hatten einen guten Plan, wir wussten genau wie wir dieses Rennen gewinnen konnte und es lief perfekt“, sagte Storer zur alles entscheidende 3. Etappe. “Die Jungs haben alles für mich gegeben. Wir sind hier mit einem sehr jungen Team, es sind sogar zwei Fahrer vom Development Team dabei“, lobte er seine Equipe.

Gall, Stork und Brenner holten eine frühe Gruppe zurück

Und deren Unterstützung hatte er zu Beginn des Rennens auch nötig. “Kurz nach dem Start hat sich das Feld in einer Abfahrt geteilt. 22 Fahrer waren vorn – und wir waren nicht dabei. Das war eine sehr gefährliche Gruppe, darum mussten Felix, Florian und Marco sie wieder zurückholen“, berichtete Coach Wilbert Broekhuizen auf der Homepage der Mannschaft. Diese Aufgabe erledigten Felix Gall, Florian Stork – der nach seiner schweren Verletzung bei der UAE Tour sein Comeback gab - und Marco Brenner, der dann sogar das Zeitlimit verpasste, in perfekter Manier.

”Von da an hatten Henri und Michael alles in eigener Hand”, so der Niederländer über Storer und den Development-Fahrer Henri Vandenabeele, der bereits einen Profivertrag für 2022 unterschrieben hat. “Michael sollte am Berg der 1. Kategorie angreifen, und er attackierte zwei Kilometer vor der Spitze, genau wie es der Plan war.”

Danach konnten der stärkste Mann im Rennen seinen Vorsprung beständig vergrößern - auch gegenüber Zimmermann, dem Träger des Gelben Trikots, der im Anstieg zum Col de Menthieres nicht mehr folgen konnte und schließlich in der zweiten Verfolgergruppe ins Ziel kam. Storer gewann in Lélex mit 43 Sekunden Vorsprung auf Andrea Bagioli (Deceuninck – Quick-Step) und beendete so ganz souverän die lange schwarze Serie seines Teams.

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