Stürze überschatten 5. Etappe in Cattolica

Landa, Sivakov und Bidard müssen den Giro d´Italia aufgeben

Von Felix Mattis

Foto zu dem Text "Landa, Sivakov und Bidard müssen den Giro d´Italia aufgeben"
Mikel Landa (Bahrain Victorious) | Foto: Cor Vos

12.05.2021  |  (rsn) – Zwei Stürze haben das Finale der 5. Etappe des Giro d'Italia überschattet und für das Aus der Mitfavoriten Mikel Landa (Bahrain Victorious) und Pavel Sivakov (Ineos Grenadiers) gesorgt.

Erst kam Sivakov 15 Kilometer vor Schluss auf breiter, gerader Straße am linken Fahrbahnrand zu Fall, weil ihm der Platz ausging. Dann krachte 4,5 Kilometer vor dem Ziel der Sieger der 4. Etappe, Joe Dombrowski (UAE Team Emirates), in einen Streckenposten, der vor einem Fahrbahnteiler warnte. Dombrowski stürzte auf die Straße und Landa konnte ihm nicht mehr ausweichen, so dass auch er zu Fall kam.

Während Sivakov und Dombrowski nach ihren Stürzen mit schmerzverzerrtem Gesicht und Minutenrückstand - Sivakov verlor 13:08 Minuten, Dombrowski 8:15 Minuten - noch ins Ziel rollten, war das Rennen für Landa an jener Verkehrsinsel sofort vorbei. Der spanische Mitfavorit auf den Giro-Gesamtsieg blieb lange auf der Straße liegen und schien große Schmerzen zu haben, war aber bei Bewusstsein. 

Landa: Schlüsselbein und mehrere Rippen gebrochen

Mit Verdacht auf einen Schlüsselbeinbruch wurde er ins Krankenhaus gebracht, wo sich dieser Verdacht schließlich bestätigte. Außerdem stellte man mehrere Rippenbrüche beim Spanier fest.

"Er war hier unser Kapitän und er war hier, um den Giro zu gewinnen. Wir fahren weiter, denn wir haben immer noch Pello Bilbao und Damiano Caruso", versuchte der Bahrain Victorious' Sportlicher Leiter Franco Pellizotti nach dem schweren Schlag positiv in die Zukunft zu schauen.

Thomas De Gendt von Lotto Soudal hatte am Mikrofon von Eurosport und GCN gesagt: "Wir wussten, dass etwas in der Mitte sein würde. Das hat man uns per Funk gesagt und ich denke, jeder wusste es. Aber in der Hektik vergisst man das manchmal."

Sivakov und Bidard ebenfalls raus, hinter Dombrowski ein Fragezeichen

Der bereits zehn Kilometer zuvor gestürzte Sivakov wurde nach der Etappe ebenfalls ins Krankenhaus gebracht und entschied später, den Giro wegen einer Schulterverletzung ebenfalls zu verlassen. Außerdem musste Francois Bidard (Ag2r - Citroen) am Abend die Segel streichen: Er war in den Dombrowski-Landa-Sturz verwickelt und brach sich dort das Schlüsselbein. 

Dombrowski selbst kam mit Prellungen davon. Ob er das Rennen am Donnerstag fortsetzt, wird erst am Donnerstagmorgen entschieden, erklärte sein Team.

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