Mit Alpecin zum Roodhooft-Team?

Wird Greipel zum Teamkollegen von van der Poel?

Von Felix Mattis

Foto zu dem Text "Wird Greipel zum Teamkollegen von van der Poel?"
André Greipel fuhr 2019 für Arkéa - Samsic, will 2020 aber woanders neu angreifen. | Foto: Cor Vos

09.10.2019  |  (rsn) - Am 1. Oktober verkündete André Greipel gemeinsam mit seinem Team Arkéa - Samsic, dass der Vertrag des Hürthers mit dem französischen Rennstall aufgelöst werde. Doch Greipel äußerte sich dabei nicht konkret über seine Zukunft. "In der Woche vom 4. bis 10. November werde ich Euch über meine Saison 2020 informieren", schrieb der 37Jährige auf seiner Website und verabschiedete sich bis dahin in den Urlaub.

Nach Karriereende klang das nicht, und nun scheint immer wahrscheinlicher, dass Greipel im kommenden Jahr sogar nochmal richtig angreifen will. Zwar gibt es nach Informationen von radsport-news.com noch keine Tendenzen, bei welchem Team der elffache Tour-de-France-Etappensieger unterschreiben wird, doch die Gerüchteküche brodelt heiß. Von drei möglichen Teams schreibt beispielsweise Het Nieuwsblad, darunter Dimension-Data-Nachfolger NTT sowie ein nicht benannter Rennstall und das ProContinental-Team Corendon - Circus.

Die momentan interessanteste Option scheint das Team des Cross-Weltmeisters und Amstel-Gold-Race-Siegers Mathieu van der Poel zu sein. Dem nämlich, das gilt in der Szene inzwischen als offenes Geheimnis, wird sich Alpecin wohl als Sponsor anschließen. 

Dass Alpecin und Canyon, passenderweise auch Ausstatter Teams des Niederländers, mit Katusha nicht verlängern würden, war früh im Jahr klar. In der Folge entstanden Gerüchte zu einer möglichen Übernahme der Katusha-Lizenz durch Corendon - Circus, die sich später wieder zerschlugen. Was aber immer handfester wurde, ist die Verbindung des deutschen Shampoo-Herstellers zum von den Brüdern Christoph und Philip Roodhooft geleiteten ProContinental-Rennstall.

Van der Poel schon jetzt Alpecin-Werbefigur

Das jüngste Indiz dafür: Bei den Weltmeisterschaften stand der Alpecin-Friseurwagen vor dem Hotel der Niederländer und van der Poel ließ sich dort nicht nur seinen WM-Haarschnitt verpassen, sondern dabei auch mit Alpecin-Schürze vor der Brust fotografieren.

Der Bielefelder Dr. Wolff-Gruppe, der Alpecin gehört, war bei ihren Radsport-Engagements stets wichtig, dass vor allem auch die deutschen Fans mit dem Sponsoring erreicht werden. Bei Corendon - Circus stehen momentan mit Philipp Walsleben und Marcel Meisen zwei Deutsche unter Vertrag, doch Alpecin dürfte sich weitere deutsche Fahrer wünschen.

Greipel ein perfektes 'Match' für Alpecin

Greipel wäre, egal ob in der Rolle des Sprintkapitäns oder zusätzlich auch als wichtiger Helfer bei den Klassikern für van der Poel sowie Mentor für die insgesamt recht junge Truppe, ein perfektes 'Match' für diese Ansprüche. Genau wie übrigens auch Rick Zabel und Nils Politt, deren Katusha-Verträge aber bei der Übernahme der WorldTour-Lizenz durch die Israel Cycling Academy wohl Gültigkeit behalten würden, so dass beide nicht frei dürften.

Ein deutscher Profi, der für 2020 noch ohne Vertrag ist, ist Christoph Pfingsten. Er würde mit seinem Cross-Hintergrund auch hervorragend zum Roodhooft-Team passen. Doch nach Informationen von radsport-news.com wird der 31-Jährige nicht dorthin wechseln.

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