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08.09.2018 | (rsn) - Nils Politt (Katusha-Alpecin) hat wenige Tage nach seinem ersten Profisieg, den er bei der Deutschland Tour eingefahren hatte, seinen zweiten Erfolg nur knapp verpasst. Auf der 7. Etappe der Tour of Britain (2.1) musste sich der Kölner nach 216 Kilometern in Mansfield aus einer Ausreißergruppe heraus nur dem Briten Ian Stannard (Sky) geschlagen geben.
22 Kilometer vor dem Ziel hatten sich der zu Beginn der Rundfahrt noch schwer gestürzte Politt und Stannard im strömenden Regen von ihren Begleitern gelöst, kurz darauf schüttelte der Brite den Deutschen ab. Über zehn Kilometer lieferten sich die beiden ein Verfolgerduell wie auf der Bahn, lange Zeit lagen nur fünf bis sieben Sekunden zwischen Spitzenreiter Stannard und und dessen Verfolger Politt.
Erst sechs Kilometer vor dem Ziel konnte der Sky-Profi davonziehen und sich letztlich mit 58 Sekunden Vorsprung auf Politt seinen ersten Saisonsieg sichern und zugleich seinen zweiten Tageserfolg bei der Tour of Britain einfahren, nachdem er bereits 2016 erfolgreich war.
"Das war ein toller Kampf Mann gegen Mann am Ende von Nils und Stannard. Mit Stannard hat der stärkste Fahrer für ein solches Finale gewonnen. Der zweite Platz von Nils ist fast wie ein Sieg, das war eine großartige Leistung, wie er da gegengehalten hat", erklärte Torsten Schmidt, der Sportdirektor von Katusha-Alpecin, gegenüber radsport-news.com.
Stannard erklärte nach seinem Coup. "Als ich sah, dass Politt in der Gruppe war, wusste ich, dass das hart werden würde. Erst einen Kilometer vor dem Ziel habe ich wirklich an den Sieg geglaubt. Vor Heimpublikum zu gewinnen, das ist toll."
An der Spitze der Gesamtwertung gab es indes keine Veränderungen. Vor der Schlussetappe in London führt Julian Alaphilippe (Quick-Step Floors) mit 17 Sekunden auf den Niederländer Wout Poels (Sky) und 33 auf Primoz Roglic (LottoNL-Jumbo). Der Luxemburger Bob Jungels (Quick-Step Floors) ist weiterhin Fünfter, gefolgt von Jasha Sütterlin (Movistar), der auf Rang sechs bester Deutscher im Klassement ist.
Durch die Initiative von Stannard hatte sich nach 25 Kilometern die fünf Fahrer starke Spitzengruppe gebildet, zu der neben Politt auch Mark McNally (Wanty-Groupe Gobert), Giovanni Carbone (Bardiani CSF) und Alex Paton (Canyon Eisberg) zählten. Das Quintett fuhr sich auf der längsten Etappe der Rundfahrt einen Maximalvorsprung von sieben Minuten heraus und da im Feld kaum Mannschaften Interesse hatten, das Loch zuzufahren, nahmen die Ausreißer noch fünf Minuten auf die letzten 50 Kilometer mit.
Nach und nach zerfiel die Spitzengruppe, doch das Feld kam nicht näher, so dass am Ende Stannard und Politt ihren Zweikampf mit noch über vier Minuten Vorsprung auf das Feld austragen konnten - mit dem besten Ende für den Briten.
Tageswertung:
1. Ian Stannard (Sky)
2. Nils Politt (Katusha-Alpecin) +0:58
3. Giovanni Carboni (Bardiani-CSF) +3:09
4. Mark McNally (Wanty-Groupe Gobert) +3:54
5. Emils Liepins (One Pro Cycling) +4:04
Gesamtwertung:
1. Julian Alaphilippe (Quick-Step Floors)
2. Wout Poels (Sky) +0:17
3. Primoz Roglic (LottoNL-Jumbo) +0:33
4. Patrick Bevin (BMC) +0:46
5. Bob Jungels (Quick-Step Floors) +0:51
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