Van den Broeck steigt nach Putte-Kapellen vom Rad

“Immer wenn ich gestürzt bin, habe ich mir was gebrochen“

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Jurgen Van den Broeck wird seine Karriere beenden. | Foto: Cor Vos

16.10.2017  |  (rsn) - Jurgen Van den Broeck wird am Dienstag in seiner belgischen Heimat beim Sluitingsprijs Putte-Kapellen sein letztes Rennen als Radprofi bestreiten. Der 34-jährige Rundfahrtspezialist hatte zu Saisonbeginn einen Zweijahresvertrag bei LottoNL-Jumbo unterschrieben, aber bereits beim Giro d’Italia, den er abgeschlagen auf Rang 91 beendet hatte, seinen Rücktritt angekündigt.

Danach bestritt Van den Broeck nur noch drei Rennen: Die Clasica San Sebastian, bei der er ebenso wie kurz darauf bei der Tour de l‘Ain vorzeitig vom Rad stieg, sowie Mitte September den GP de Wallonnie, bei dem er Rang 84 belegte. Nun folgt der letzte Auftritt seiner Laufbahn. "Ich sage in meinem eigenen Land ‚Goodbye‘ und das ist schöner als im Ausland aufzuhören. Manchmal sage ich mir, dass es mir Leid tut, aber ich bin mit meiner Karriere zufrieden“, sagte Van den Broeck dem TV-Sender Sporza.

Schon im Frühjahr hatte der Belgier, der in den vergangenen Jahren immer wieder durch Sturzverletzungen zurückgeworfen wurde, über fehlende Motivation geklagt. "Ich habe auf meinen Körper und mein Herz gehört. Du kannst nur Rad-Profi sein, wenn du 100 Prozent dafür aufbringen kannst. Es wird aber immer schwieriger, das zu erreichen und so oft von Zuhause weg zu sein“, wurde er in einer Pressemitteilung von LottoNL-Jumbo zitiert.

Offensichtlich aber war Van den Broeck auch körperlich nicht mehr in der Lage, den extremen Belastungen standzuhalten, wie er Sporza sagte: “Immer wenn ich gestürzt bin, habe ich mir was gebrochen. Ich denke, es war wegen der extremen Diät, die wir Fahrer halten müssen." Zuvor bereits hatte er sich im Gespräch mit Het Laatste Nieuws ähnlich geäußert: “Training, Diät und alles um den Radsport herum waren plötzlich zuviel für mich. Das Zeichen stand auf Stopp“, betonte er da.

Van den Broeck war jahrelang der beste Rundfahrer seines Landes und galt zwischenzeitlich sogar als Hoffnung für den Tour-Sieg. Er wurde 2044 bei US Postal-Profi und wechselte drei Jahre später zum Lotto-Rennstall von Manager Marc Sergeant, wo er seine größten Erfolge feierte. Nach einem siebten Platz beim Giro d’Italia wurde Van den Broeck bei der Tour de France 2010 sogar Fünfter und rückte noch auf Platz drei vor, nachdem der Sieger Alberto Contador und der Dritte wegen Dopings Denis Menchov nachträglich disqualifiziert worden waren.

Zwei Jahre später sprang nochmals ein vierter Platz bei der Frankreich-Rundfahrt heraus, doch nach seinem dritten Platz beim Critérium du Dauphiné 2014 blieben die Erfolge aus, woran auch der Wechsel zu Katusha im Jahr 2016 nichts änderte. Es folgte ein weiterer Neustart bei LottoNL-Jumbo, doch nach nur wenigen Monaten wurde Van den Broecks Vertrag mit den Niederländern im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst.

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