Spanier macht im Klassement weiter Zeit gut

Contador auch auf der 12. Etappe im Angriffsmodus

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Alberto Contador (Trek-Segafredo) | Foto: Cor Vos PRÃœFEN

31.08.2017  |  (rsn) Mittlerweile folgt es beinahe einer Gesetzmäßigkeit bei der Vuelta a Espana: Wird aus der Gruppe der Favoriten angegriffen, handelt es sich dabei in der Regel um ein Rot-Schwarzes-Trikot, welches sich im auffallenden Wiegetritt versucht zu lösen und von Alberto Contador (Trek-Segafredo) getragen wird. Eines kann sich der Spanier am Ende der Rundfahrt – gleichbedeutend mit dem Ende seiner Karriere – gewiss nicht vorwerfen lassen: nicht alles probiert zu haben. Contador zeigt sich auch bei seiner letzten Rundfahrt als nimmermüder Unruhestifter.

Und langsam trägt das auch in der Gesamtwertung Früchte: Mittlerweile liegt er nach der 12. Etappe auf Position neun mit 3:13 Minuten Rückstand auf Chris Froome (Sky) und holt kontinuierlich auf die vor ihm liegenden Fahrer auf. Der Gesamtsieg ist dabei utopisch – eine Platzierung auf dem Podest mit Rang drei dabei aber nur noch eine Minute entfernt. Diese Position hat derzeit noch Esteban Chaves (Orica-Scott, +2:13) inne. Am Ruhetag nach der 9. Etappe trennten beide noch fast drei Minuten im Klassement.

Auf dem 12. Teilstück nach Antequera los Dolmene griff Contador 23 Kilometer vor dem Ziel im Anstieg zum Puerto del Torcal (2. Kategorie) an. Zunächst fand er mit Nicholas Roche (BMC) einen Verbündeten, der kurz darauf aber dem Tempo nicht mehr folgen konnte. Contador selber zog jedoch durch, brachte Sekunde um Sekunde zwischen sich und der Gruppe der restlichen Favoriten und bekam in der Abfahrt Unterstützung durch seinen Teamkollegen Edward Theuns, der sich aus der Spitzengruppe zurückfallen ließ.

"Es hätte nicht besser laufen können. Ich attackierte zusammen mit Roche, aber er konnte nicht mehr folgen. Aber ich wusste, dass ich vorne noch einen Teamkollegen hatte und zusammen warfen wir alles hinein", erklärte Contador im Ziel. Die Abfahrt vom Puerto del Torcal beschrieb er dabei aufgrund der rutschigen Straßenoberfläche als kompliziert – und trotzdem baute er seinen Vorsprung aus.

Das Ziel erreichte er mit 7:25 Minuten hinter dem Tagessieger Tomasz Marczysnki (Lotto Soudal), aber 22 Sekunden vor der Gruppe um Vincenzo Nibali (Bahrain-Merida) und weiteren 20 Sekunden vor Chris Froome, der gleich zweimal in der Abfahrt leicht zu Sturz kam und den Kontakt zur restlichen Favoritengruppe verlor. Entsprechend zufrieden zeigte sich Contador im Ziel mit der Tagesausbeute. „Bezogen auf die heutige Etappe, hatten wir nicht mit viel gerechnet. Umso zufriedener sind wir mit dem Resultat“, zog der 34-Jährige Bilanz – und dürfte bestärkt für den weiteren Verlauf der Rundfahrt weitere Offensivaktionen planen.

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