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US-Amerikaner verliert Platz zwei im Klassement

Van Garderen hat bei zwei Stürzen Glück im Unglück

Foto zu dem Text "Van Garderen hat bei zwei Stürzen Glück im Unglück"
Tejay van Garderen (BMC) | Foto: Cor Vos PRÜFEN

24.08.2017  |  (rsn) - Tejay van Garderen (BMC) gehört gewiss nicht zu den Profis, die besonders vom Glück verfolgt sind. Der US-Amerikaner wird seit Jahren von Stürzen und Krankheiten begleitet. 2015 musste er die Tour de France auf der 17. Etappe unter Tränen als Gesamtzweiter krankheitsbedingt aufgeben, im selben Jahr brach er sich bei der Vuelta in einem Massensturz die Schulter – nur zwei Beispiele.

Auf der 6. Etappe der diesjährigen Spanien-Rundfahrt zwischen Vila-Real und Sagunt kam er dagegen mehr oder weniger mit dem Schrecken davon. Gleich zweimal ging van Garderen zu Boden – und verlor trotzdem auf dem turbulenten und bergigen Teilstück nur 20 Sekunden auf seine Konkurrenten. In der Gesamtwertung fiel er vom zweiten auf den vierten Platz (+0:30) hinter Chris Froome (Sky) zurück. Am Ende hätte es aber auch ganz anders ausgehen können.

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„Ich fühlte mich wirklich gut. Das Tempo war hoch und ich am Limit“, erklärte van Garderen die Situation kurz vor seinem ersten Sturz. Am letzten Anstieg des Tages, dem Puerto del Gabri (2. Kategorie), waren einzig er und Froome in der Lage, den wilden Attacken von Alberto Contador (Trek-Segafredo) zu folgen. Die Lücke war aufgegangen, das Trio hatte sich leicht absetzen können. Dann geschah in einem flacheren Abschnitt des Anstieges in einer leichten Kurvenfolge sein Unglück: „Die Straße war holprig. Ich muss irgendetwas auf der Straße erwischt haben, meine Hände rutschten vom Lenker – es ging alles sehr schnell“.

Van Garderen verlor die Kontrolle über sein Rad und ging zusammen mit Carlos Betancur (Movistar) zu Boden – bemerkenswerterweise in derselben Kurve, in der zuvor bereits Axel Domont (Ag2r La Mondiale) und Jesper Hansen (Astana) aus der Spitzengruppe stürzten. TV-Bilder des Sturzes wollte van Garderen hinterher allerdings nicht mehr sehen. „So bleibt die Ursache eben ein wenig mysteriös“, meinte er.

Schnell bekam er ein neues Rad und startete seine Verfolgungsjagd. Allerdings erwischte es ihn kurz darauf in der Ausfahrt aus einem der zahlreichen Kreisverkehre ein weiteres Mal – wieder mit glimpflichem Ausgang.

Das Ziel erreichte er letztendlich mit 46 Sekunden Rückstand auf Tagessieger Tomasz Marczynski (Lotto Soudal) – und nur 20 Sekunden hinter den restlichen Favoriten um Froome und Contador. „Mit so einem Sturz kannst du alles verlieren. Nach zwei Stürzen ist er nicht glücklich, aber okay für die nächsten Tage“, erklärte sein Sportlicher Leiter Yvan Ledanois gegenüber Eurosport.

Die Verletzungen seien nur minimal, versicherte auch van Garderen anschließend. „In drei Wochen kann nicht alles perfekt laufen. Es geht mehr darum, wie du damit umgehst und was du daraus an Positiven ziehen kannst“, erklärte er. Und mit Rückschlägen kennt er sich mittlerweile aus. Da kann ihn so etwas nicht mehr aus der Bahn werfen.

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