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Fährt er deshalb noch weiter?

Rodriguez: Katusha ließ ihn nicht wie gewünscht zurücktreten

Von Felix Mattis

Foto zu dem Text "Rodriguez: Katusha ließ ihn nicht wie gewünscht zurücktreten"
Joaquim Rodriguez (Katusha) bei seiner, wie er damals dachte, letzten Tour de France. | Foto: Cor Vos

11.11.2016  |  (rsn) - Ursprünglich hatte Joaquim Rodriguez bei der Tour de France erklärt, dass er seine Karriere nach den Olympischen Spielen in Rio beenden werde. Folglich grüßte der Spanier auf den Champs-Élysées mit Luftküssen ins Publikum, um sich von seinen Fans zu verabschieden.

Nun aber steht er für die kommende Saison doch wieder bei einem Team unter Vertrag: Bahrain-Merida. Während in der Szene gemunkelt wird, Rodriguez sei schlicht Geld geboten worden, um einen Vertrag zu unterschreiben, der dem neuen Rennstall für den Kampf um ein WorldTour-Ticket die wertvollen Punkte des Spaniers bescheren würde, ohne dass Rodriguez überhaupt Rennen fahren müsste, bot der 37-Jährige selbst nun einen etwas anderen Denkanstoß.

"Letztendlich konnte ich mich nicht so verabschieden, wie ich es vorher gedacht hatte", so Rodriguez in einem Interview mit der niederländischen Wieler Revue. "Ich dachte, dass ich mit den Olympischen Spielen aufhören könnte, aber so war es nicht."

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Nach Rio musste Rodriguez entgegen seines Willens, aber gemäß seines Vertrages natürlich vollkommen zurecht, noch drei Rennen in Italien bestreiten: Mailand-Turin, den Giro del Piemonte und die Lombardei-Rundfahrt. Katusha bestand auf den Einsatz des Spaniers, der in der Lombardei 2012 und 2013 immerhin zwei Mal für den russischen Rennstall als Sieger über den Zielstrich gefahren war.

"Ich war nicht in Form. Katusha verpflichtete mich dazu, mit drei Auftritten bei den italienischen Rennen meine Karriere zu beenden, obwohl meine Form nicht optimal war. Persönlich finde ich den Entschluss der Teamleitung nicht gut, mich nach sieben Jahren nur wegen des Vertrages noch fahren zu lassen. Das finde ich nicht korrekt", so Rodriguez.

Gut möglich also, dass Rodriguez der Verlängerung seiner Karriere um ein weiteres Jahr zugesagt hat, um die Chance zu bekommen, sich doch noch "ehrenhaft" mit einem ordentlichen Rennen aus dem Peloton zu verabschieden.

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