LKA prüft derzeit die Gefahrenlage

Wird Frankfurter Radrennen abgesagt?

Foto zu dem Text "Wird Frankfurter Radrennen abgesagt?"
| Foto: Cor Vos

30.04.2015  |  >(rsn) - In einer Pressekonferenz bestätigten Frankfurts Leitender Oberstaatsanwalt Dr. Albrecht Schreiber und Wiesbadens Polizeipräsident Stefan Müller, dass es eine Verbindung der beiden in der Nacht festgenommenen mutmaßlichen Terroristen zum Rad-Rennen „Rund um den Finanzplatz Eschborn Frankfurt“ gibt. „Wir haben Überschneidungen seines Bewegungsradius mit dem Rennen festgestellt“, sagte Polizei-Präsident Stefan Müller.

Über die Frage, ob der Frühjahrsklassiker morgen am 1. Mai ausgetragen werden kann, berät nun das Landeskriminalamt Hessen. Noch am Abend will es die Entscheidung bekannt geben.

 Um die beiden festgenommenen handelt es sich um einen 35-jährigen Deutsch-Türken mit doppelter Staatsbürgerschaft aus Oberursel, der schon mehrmals bei der Polizei wegen Gewaltdelikten aufgefallen war und der Kontakte zur islamisch, salafistischen Szene im Rhein-Main-Gebiet gehabt haben soll. Sowie dessen 34-jähriger türkischer Ehefrau. Das Paar hat zwei Kinder, die dem Jugendamt in Obhut gegeben worden sind.

Wie Oberstaatsanwalt Dr. Schreiber berichtete, wurde der Mann Mittwoch vor Mitternacht auf der Straße festgenommen. Um vier Uhr am Morgen habe die Durchsuchung der Wohnung begonnen. Dabei fanden die Beamten im Keller drei Liter Wasserstoffperoxid, dass ein Grundstoff zum Bombenbauen sein kann, 100 Schuss scharfe 9-mm-Munition, wesentliche Teile eines G3 Sturmgewehres und eine Übungs-Panzerfaust.

Der Zugriff auf das Ehepaar erfolgte, so Dr. Schreiber, weil er sich „im Streckenbereich des morgen stattfinden Rennens zwischen Oberursel und dem Feldberg aufgehalten hat“. Die betroffene Stecke wurde nach Sonnenaufgang von zwei Hundertschaften der Polizei abgesucht. Gefunden wurde aber nichts. Dr. Schreiber: „Wir gehen davon aus, dass wir einen Anschlag verhindern konnten.“

Polizeipräsident Stefan Müller erläuterte, dass der Mann auffällig wurde, weil er vor ein paar Wochen drei Liter Wasserstoffperoxid unter falschen Namen gekauft hatte. Eine Mitarbeiterin wurde aufmerksam und informierte die Behörden.

Ob die beiden alleine handelten, oder einer Terrorzelle angehören, untersucht das LKA, das noch am Abend bekanntgeben will, ob das Rennen stattfinden kann.

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