Ire gewinnt 93. Katalonien-Rundfahrt

Martin wehrt am Montjuic Rodriguez´ Angriff ab

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Daniel Martin (Garmin-Sharp) hat die 93 Katalonien-Rundfahrt gewonnen. Foto: ROTH

24.03.2013  |  (rsn) - Daniel Martin (Garmin-Sharp) hat auf der 7. und letzten Etappe der 93. Katalonien-Rundfahrt die Nerven behalten und trotz zahlreicher Angriffe auf sein Weißes Führungstrikot in Barcelona den Gesamtsieg errungen. Dazu genügte dem Iren ein Platz im Hauptfeld, das 21 Sekunden nach Tagessieger Thomas De Gendt (Vacansoleil-DCM) das Ziel am Fuße des Montjuic erreichte.

Nach 122 hektischen Kilometern von El Vendrell nach Barcelona setzte sich der Belgier De Gendt im Sprint einer vierköpfigen Spitzengruppe vor dem Spanier David Lopez (Sky), dem Kroaten Robert Kiserlovski (RadioShack-Leopard) und Michele Scarponi (Lampre-Merida) durch. Dem Italiener gelang dadurch noch der Sprung vom fünften auf den dritten Platz in der Gesamtwertung.

Der acht Mal zu fahrende, 6,1 Kilometer lange Rundkurs um den "Olympia-Berg" Montjuic war prädestiniert für ein aktionsreiches Finale und hielt schließlich auch, was er versprochen hatte. Nachdem eine zehnköpfige Spitzengruppe um den Kasachen Andrey Kashechkin (Astana) vier Runden vor Schluss eingeholt worden war, sorgten zahlreiche weitere Attacken für Bewegung im Feld.

De Gendt, Lopez und Tim Wellens (Lotto-Belisol) waren zunächst jedoch die einzigen, die sich absetzen konnten. Eine Runde später schlossen dann Scarponi und Kiserlovski zu dem Trio auf, aus dem im Finale der Belgier Wellens noch herausfiel. Auf der letzten Runde versuchte Lopez als Solist sein Glück, doch auch wenn sein Angriff am Berg zunächst fruchtete, so wurde der Sky-Profi in der Abfahrt von seinen drei Begleitern wieder gestellt. De Gendt schließlich lancierte den Sprint selbst und zog von der Spitze weg souverän zum Etappensieg durch.

Während die Ausreißer vorne den Sieg unter sich ausfuhren, kam es vor allem auf der letzten Runde im Hauptfeld zum Schlagabtausch zwischen den ersten Drei der Gesamtwertung. Zunächst versuchte es Nairo Quintana (Movistar), dann attackierte auch der Zweitplatzierte Joaquim Rodriguez (Katusha) den Mann im Weißen Trikot. Doch Martin alle anderen Angriffe regungslos hinnahm, sprang er beim Antritt von Rodriguez sofort ans Hinterrad des Katalanen und parierte die Attacke, ohne mit der Wimper zu zucken.

Für Martin ist es nach zwei zweiten Plätzen in den Jahren 2009 und 2011 der erste Gesamtsieg bei der drittältesten Rundfahrt im UCI-Kalender. Hinter ihm und Rodriguez sowie Scarponi rangieren am Ende Quintana und Tour-de-France-Sieger Bradley Wiggins (Sky) auf den Plätzen vier und fünf des Gesamtklassements.

Im Zielsprint des Hauptfeldes um Etappenrang fünf setzte sich Samuel Dumoulin (Ag2r) vor seinem französischen Landsmann Julien Simon (Sojasun) durch. Dabei wäre es beinahe noch zum Sturz auf der Ziellinie gekommen, weil Simon im vollen Sprint kurzzeitig die Kontrolle über sein Arbeitsgerät verlor und eine gefährliche Welle in Richtung Dumoulin fuhr. Zur Berührung der beiden Franzosen kam es aber nicht, und so ging auch diese heikle Situation gut aus.

Die Top Ten der Etappe komplettierten Manuele Mori (Lampre-Merida) aus Italien, Australiens Travis Meyer (Orica-GreenEdge), Moris Landsmann Gianluca Brambilla (Omega Pharma - Quick-Step) und der Däne Jakob Fuglsang (Astana).

Bis zur viertletzten Runde hatte eine zehnköpfige Gruppe mit Kashechkin, dem US-Amerikaner Larry Warbasse (BMC), Tiziano Dall'Antonia (Cannondale) aus Italien, dem Spanier Juan Jose Oroz (Euskaltel), Belgiens Jürgen Van de Walle (Lotto-Belisol), den Polen Michal Golas (Omega Pharma - Quick-Step) und Karol Domagalski (Caja Rural), dem Franzosen Thomas Damuseau (Argos-Shimano) sowie den Niederländern Karsten Kroon (Saxo-Tinkoff) und Martijn Keizer (Vacansoleil-DCM) alle Sprints und Bergpreise des Tages unter sich aufgeteilt.

Der Maximalvorsprung der zehn Ausreißer betrug rund dreieinhalb Minuten, doch angesichts der Konsequenten Nachführarbeit von Rodriguez' Katusha-Mannschaft kam nie das Gefühl auf, dass Kashechkin und seine Begleiter durchkommen könnten.

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