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07.03.2012 | (rsn) – Alle Chancen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung sind dahin. Dafür zeigte sich Tony Martin (Omega Pharma-QuickStep) auf der 3. Etappe von Paris-Nizza als Helfer für seine Kapitäne Levi Leipheimer und Sylvain Chavanel. „Wer mich kennt, weiß, dass ich auch in der Helferrolle gut aufgehen kann. Ich habe vor allem im Finale versucht, das Feld zusammenzuhalten“, schrieb der Zeitfahrweltmeister nach dem Rennen auf seiner Homepage.
Martin will sich aber in den kommenden Tagen nicht nur in den Dienst seiner Mannschaft stellen, sondern hat auch noch Ambitionen auf einen Etappensieg. Nach einem holprigen Einstieg in die 47. Auflage der Fernfahrt zeigte sich der 26-Jährige zuversichtlich: „Ich habe das Gefühl, meine Beine werden besser und die harten Kilometer hier tun mir gut. Der Motor kommt langsam auf Touren“, so Martin, für dessen Mannschaft dagegen fast alles nach Wunsch läuft.
Zwar musste Tom Boonen, am Montag noch Etappengewinner, im Schlussanstieg hinauf zum Lac de Vassiviere die Konkurrenten ziehen lassen und büßte seinen Podiumsplatz ein. Dafür behauptete Leipheimer seinen zweiten Platz, nur sechs Sekunden hinter dem Briten Bradley Wiggins (Sky), während der Französische Meister Chavanel auf Position vier vorrückte (+0:14).
„Wir können uns nicht beklagen“, bilanzierte Sport-Direktor Brian Holm zufrieden nach der Etappe, die der Spanier Alejandro Valverde (Movistar) gewann. „Sylvain und Levi konnten sich aus allen Schwierigkeiten raushalten und das Rennen lief wie erwartet. Wir haben zunächst für Boonen das Rennen kontrolliert, im Schlussanstieg wollte er sehen, wie es läuft und eventuell um den Sieg mitsprinten. Aber er hat schnell realisiert, dass der Berg zu schwer für ihn war. Also hat er rausgenommen und sich geschont.“
Dafür konnten Leipheimer und Chavanel mühelos mithalten und kamen mit der Spitzengruppe ins Ziel. „Es war ein gutes Finale, aber ich konnte den letzten Kilometer nicht wie gewünscht fahren”, erklärte der 32-jährige Chavanel. „Ich war in guter Position, an achter oder zehnter Stelle und hatte Levi im Blick, verlor ihn dann aber aus den Augen. Alles in allem war es aber ein guter Tag, auch wenn wir nicht gewonnen haben.“
Der zweitplatzierte Leipheimer will sich seine Kräfte bis zum Finale aufsparen, wie er der L’Equipe verriet: "Ich versuche in den kommenden Tagen, zeitgleich mit den Favoriten ins Ziel zu kommen, speziell bei der Bergankunft in Mende, die nicht gerade meine Spezialität ist. Ich will mir noch Kraft für das Col d’Eze-Zeitfahren aufsparen, das meine Stärke sein dürfte“, kündigte der 38-jähriige Kalifornier an.<7p>
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