Patrik Sinkewitz: D-Tour-Tagebuch

Nervosität am Tag der Entscheidung

Von Patrik Sinkewitz

18.08.2005  |  Patrik Sinkewitz gewann 2004 die Deutschland Tour. In diesem Jahr schreibt der 24 jährige Quick.Step-Star aus Künzell bei Fulda Tagebuch auf Radsport aktiv.

Hallo Freunde,

nach der gestrigen Sprinteretappe kommt es heute zur Vorentscheidung bei dieser Deutschland-Tour. Endlich spielt auch das Wetter mit. Das ist besonders wichtig, wenn es in die Berge geht.

Vor der Königsetappe ist die Nervosität groß. Die Anspannung im Peloton ist überall spürbar. Schließlich haben wir heute zwei Berge der höchsten Kategorie zu bewältigen. Wer hier nicht ganz vorne dabei sein wird, hat keine Chance mehr auf den Gesamtsieg. Zwar gibt es am Samstag noch eine weitere Bergankunft auf dem Großen Feldberg, aber die ist nicht vergleichbar mit der heutigen am Rettenbachferner.

Dort wird es zum Showdown der Favoriten kommen. Das Etappenziel liegt auf 2.684 Metern. Das ist höher als alle Gipfel, die wir bei der diesjährigen Tour erklimmen mussten. Nicht nur meiner Meinung nach ist dieser Berg der schwerste, den wir Profiis in diesem Jahr bewältigen müssen. Ich bin ihn in Vorbereitung auf diese Tour schon abgefahren und weiß also, was auf mich und meine Konkurrenten zukommt.

Im ersten Teil des Anstiegs dachte ich: Wie kann man nur so einen Anstieg mit ins Programm einer Deutschland-Tour nehmen. Aber je weiter ich hinaufkam, umso besser kam ich mit ihm zurecht. Ich spürte, dass dieser Berg mir liegt und ich am Ende ganz vorne dabei sein kann - gute Beine natürlich vorausgesetzt.

Ich fühle mich jedenfalls gut gerüstet für diese superschwere Etappe und werde mein bestes geben.

Euer

Patrik Sinkewitz

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