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06.07.2005 | Die größte Überraschung beim gestrigen Mannschaftszeitfahren trug die Farbe Magenta: T-Mobile war angriffslustig und legte eine geschlossene, konzentrierte Mannschaftsleistung hin. Das Team hat auf den 68 Kilometern nach Blois wahre Größe gezeigt. Das sah alles sehr harmonisch aus und beweist, dass sich Ullrich, Wino & Co. sich noch lange nicht aufgegeben haben. Eine Lanze möchte ich für Tobias Steinhauser brechen, weil ich weiß, dass er in letzter Zeit viel ungerechtfertigte Kritik hat wegstecken müssen. Er und auch Stefan Schreck haben ihre Aufgaben voll erfüllt, auch wenn sie haben abreißen lassen müssen. Ich kann mir gut vorstellen, dass sogar genau das die Teamorder an die beiden war: So lange wie möglich alles zu geben und sich dann auszuklinken. Zudem ist es kein Nachteil, mit weniger Fahrern im Ziel anzukommen, ganz im Gegenteil: Ein kurzer Zug fährt schneller als ein langer.
Auch die zweite deutsche Mannschaft hat mich überzeugt. Gerolsteiner hat als achtbestes Team eine solide Leistung gezeigt. Die Teamleitung kann mit den Jungs zufrieden sein. Discovery Channel ist ein taktisches, kontrolliertes Rennen gefahren. Auf den ersten beiden Renndritteln hat sich die Armstrong-Truppe angeschaut, was die Konkurrenz macht, erst auf den letzten 20 Kilometern ist das Team wirklich voll gefahren. Auffällig war, dass Gerolsteiner und D.C sind zumindest bis zur Hälfte mit sehr hohen Trittfrequenzen gefahren, fast wie Bahnmannschaften. Erst als es dem Ende zuging, hat Discovery hochgeschaltet.
Was CSC und Dave Zabriskie widerfahren ist, lässt sich nur mit dem Begriff dramatisch umschreiben. Die Männer um Ivan Basso hätten das Rennen sicher gewonnen, wenn der Sturz nicht passiert wäre. Zwar hat Bjarne Riis absolut professionell reagiert und seinen Junges sofort befohlen weiterzufahren. Aber jeder von denen hatte sicherlich eine Schrecksekunde zu verdauen – und das hat sich Ende eben summiert. Das war echtes Pech für CSC.
Dass die Mannschaft um Basso, Julich und Voigt derart stark im Zeitfahren ist, hat sie neben der Klasse der Fahrer auch ihrem Material zu verdanken. CSC setzte gestern die neueste, konsequent auf Aerodynamik ausgerichtete Lenkergeneration ein. Bjarne Riis ist ja als Perfektionist und Materialfreak bekannt und hat sein Team zum Zeitfahren mit dem besten Material ausgestattet Da können andere Mannschaften noch von CSC lernen – darunter auch T-Mobile und Gerolsteiner.
Team Phonak war für mich die Enttäuschung des Tages. Ich hatte sie auf meiner Liste eigentlich vor T-Mobile gehabt, aber bei den Schweizern lief heute von Anfang an nicht viel zusammen. Für mich kaum zu erklären, dass so ein zuverlässiger Mannschaftsfahrer wie Bert Grabsch schon so früh hat abreißen lassen müssen. Phonak scheint mir nicht topfit und optimal vorbereitet bei der Tour an den Start gegangen zu sein.
Zu den geschlagenen gehörte auch Liberty Seguros. Das Team von Manolo Saiz ist offensichtlich zu schnell angegangen und musste dann seinem hohen Anfangstempo Tribut zollen. Aber darin besteht oft das Schicksal der früher gestarteten Mannschaften. Sie können ihre Fahrweise nur an den schwächeren Teams ausrichten, während die Top-Teams fast alle anderen vor sich haben und dementsprechend reagieren können.
(sid) - Nach dem Doppelsieg seiner Schützlinge auf der Königsetappe der Deutschland-Tour ist Gerolsteiner-Teamchef Michael Holczer euphorisiert. Dennoch bleibt für ihn T-Mobile-Profi Ja
Der letzte Auftritt Lance Armstrongs auf der Bühne der Tour de France war zugleich sein beeindruckendster. Ich habe an anderer Stelle schon geschrieben, dass ich Lance noch nie so stark und überlege
So etwas habe ich noch nie gesehen: Der Drittplatzierte der Gesamtwertung im wichtigsten Radrennen der Saison wird von seinem Team im Stich gelassen. Was Mickael Rasmussen, dem tapferen Dänen, am Sam
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Die längste Etappe endete mit dem längsten Schlussspurt. Es war ein regelrechter Ausdauersprint, der vom Giro-Sieger Paolo Savoldelli gegen den Norweger Kurt-Arsle Arvesen souverän gewonnen wurde.
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Ich hatte für gestern zwar einen Sieg von Robbie McEwen erwartet, aber nachdem ich am Start der Etappe noch mit ihm gesprochen hatte, war meine Zuversicht etwas ins Wanken geraten. Robbie schien ein
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