Als Ewans Anfahrer zur Deutschland Tour

Kluge: “Ich bin super motiviert“

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Roger Kluge (Lotto Soudal) | Foto: Cor Vos

28.08.2019  |  (rsn) - Roger Kluge (Lotto Soudal) kommt auf 70 Renntage in dieser Saison - an den meisten stand er im Dienst seines Teamkollegen Caleb Ewan, der beim Giro d’Italia und der Tour de France insgesamt vier Etappensiege feierte. Immer als Anfahrer mit dabei war der 33-jährige Kluge, der diese Rolle auch bei der morgen in Hannover beginnenden Deutschland Tour übernehmen wird, zumal der etatmäßige “letzte Mann“ Jasper De Buyst nicht dabei sein wird.

“Ich bin super motiviert und glücklich, in meinem Heimatland fahren zu können“, wird Kluge in einer Pressemitteilung seines Rennstalls zitiert. Es wird sein zweites Heimspiel binnen einer Woche sein, nachdem er bereits am Sonntag die Hamburger Cyclassics absolviert hatte, dabei aber in Folge eines Defekts seinem Kapitän Ewan im Finale nicht beistehen konnte. Im Sprint auf der Mönckebergstraße musste sich der Australier dem Europameister Elia Viviani (Deceunick - Quick-Step) deutlich geschlagen geben.

Bei der Deutschland Tour hofft Kluge auf mehr Glück in den entscheidenden Phasen, zumal das Terrain den schnellen Männern liegen sollte. “Ich habe einen Blick auf den Kurs geworfen und schon die Auftaktetappe sollte eine erste Gelegenheit für die Sprinter sein. Das Finale der 2. und 3. Etappe ist jeweils hügelig, könnte Caleb aber auch liegen“, machte der Madison-Weltmeister gleich drei Chancen für Ewan aus.

Lediglich die Schlussetappe mit dem zwei Kilometer langen Schlussanstieg in der thüringischen Landeshauptstadt wird den Klassementfahrern wie BinckBank-Sieger Laurens De Plus (Jumbo - Visma), Marc Hirschi (Sunweb), Remco Evenepoel (beide Deceuninck - Quick-Step) oder Nils Politt (Katusha - Sunweb) vorbehalten sein.

Lotto Soudal, das keinen Fahrer für die Gesamtwertung im sechsköpfigen Aufgebot dabei hat, wird sich deshalb ganz auf die Sprints konzentrieren und hat dafür neben Kluge noch Jens Keukeleire als Helfer für Ewan nominiert. ”Jens ist definitiv der richtige Mann, wenn das Terrain für mich zu schwer werden sollte”, sagte der mittlerweile in Berlin lebende Eisenhüttenstädter, der aber ziemlich sicher am Donnerstag in Halberstadt Ewan den Sprint vorbereiten wird. ”Da werde ich schauen, dass ich so lange wie möglich vor Caleb bleibe. Aber wie schon bei der Tour werden wir keinen klassischen Lead-out fahren”, schränkte Kluge ein.

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