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Bei Tour de l´Ain kurz vor dem Ziel gestellt

Für Thurau war die Etappe 500 Meter zu lang

Foto zu dem Text "Für Thurau war die Etappe 500 Meter zu lang"
Björn Thurau wurde von Bora-Argon 18 nicht für die Tour de France nominiert. | Foto: Cor Vos

13.08.2015  |  (rsn) – Björn Thurau (Bora-Argon 18) kommt seinem ersten Sieg als Profi zwar immer näher, doch auch auf der 1. Etappe der Tour de l'Ain musste der Hesse einen weiteren vergeblichen Ausreißversuch verbuchen. Allerdings war es auf den 162 flachen Kilometern von Plaine Tonique nach Saint-Vulbas denkbar knapp, wurden Thurau und seine Fluchtgefährten erst 500 Meter vor der Ziellinie noch gestellt.

„Ich hätte es Björn so gegönnt, dass er durchkommt – aber da bestätigt sich die goldene Radsport-Regel, dass man eine Minute Vorsprung auf zehn Kilometern braucht. Die Gruppe hatte 55 Sekunden und so war die Etappe einfach 500 Meter zu lang“, sagte der enttäuschte Sportdirektor Christian Pömer nach der Etappe, die für das Bora-Team dennoch mit einem Achtungserfolg zu Ende ging.

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Denn der Österreicher Patrick Konrad beteiligte sich am Massensprint und fuhr beim Sieg von Top-Favorit Nacer Bouhanni (Cofidis) einen hervorragenden sechsten Platz heraus, wobei er von seinen Streckenkenntnissen profitierte, wie Konrad erklärte: „Ich war auf den finalen Metern sehr gut positioniert, dass ich den Zieleinlauf schon von der Tour de l'Avenir kannte, hatte natürlich einen kleinen Vorteil. Ganz nach dem Motto ‚All In‘ habe ich im Zuge eines Sprinters voll hingehalten“, kommentierte der Allrounder das Ergebnis.

Zuvor aber hatte das ohne Sprinter bei der Tour de l’Ain angetretene Bora-team ganz auf den 27 Jahre alten Thurau gesetzt, der die Enttäuschung über die Nicht-Berücksichtigung für das Tour-Aufgebot gut zu verdaut haben scheint. Der 27-Jährige schaffte nach rund 15 Kilometern ebenso wie der Franzose Jerome Cousin (Europcar) den Sprung in die Gruppe des Tages, die aber nicht mehr als vier Minuten an Vorsprung zugestanden bekamen. Nach einer Flucht von immerhin 145 Kilometern wurden die Ausreißer erst kurz vor dem Ziel wieder eingefangen, was nach Pömers Überzeugung letztlich daran lag, dass Thurau und Cousin „am Ende einfach etwas zu wenig Unterstützung ihrer Fluchtgefährten hatten“, wie der Österreicher auf seiner Website schrieb.

„So bitter dies für Björn ist, hat uns Patrick Konrad mit einem sechsten Platz im Massensprint überrascht. Das macht Freude. Morgen werden wir wieder versuchen, aggressiv zu fahren und so den fehlenden Sprinter zu kompensieren“, kündigte Pömer weitere Attacken an.

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