Französische Tour-Hoffnung mit schlechtem Tag

Pinot: „Keine Beine, gar nichts“

Foto zu dem Text "Pinot: „Keine Beine, gar nichts“"
Thibaut Pinot (FDJ) blickt der morgigen Etappe mit Sorge entgegen. | Foto: Cor Vos

06.07.2015  |  (rsn) – Nach dem Auftakt-Zeitfahren von Utrecht war Thibaut Pinot (FDJ) noch bester Dinge. Der Vorjahresdritte der Tour de France war in seiner Wackeldisziplin auf Rang 18 besser als erwartet und sogar schneller unterwegs als die „Großen Vier“ Vincenzo Nibali, Chris Froome, Alberto Contador und Nairo Quintana.

Was sich aber so vielversprechend anließ, wandelte sich an auf den folgenden beiden Etappen in tiefe Enttäuschung. Bereits gestern büßte Pinot auf der „Wind-Etappe“ nach Neeltje Jans Zeit gegenüber Froome und Contador ein, erreichte aber immerhin noch gemeinsam mit Nibali und Quintana 1:28 Minuten hinter dem Briten das Ziel.

Auf der heutigen „Ardennenetappe“, die mit ihrem hügeligen Finale den Fähigkeiten des französischen Hoffnungsträgers hätte entgegenkommen müssen, handelte sich Pinot sogar 1:33 Minuten auf Etappengewinner Joaquim Rodriguez (Katusha) und dem neuen Gesamtführenden Froome ein und belegt im Gesamtklassement Rang 27, 2:58 Minuten hinter dem Briten.

Aber es war nicht nur der Rückstand auf das Gelbe Trikot, der den 25-Jährigen beunruhigte. „Es ging mir nicht gut. Schon bei der ersten Bergwertung hatte ich keine Beine, gar nichts. Das ist ein Tag zum Vergessen“, so ein sichtlich frustrierter Pinot. „Ich hatte keine Kraft, und es ist sehr beunruhigend, schon nach drei Tagen drei Minuten zurückzuliegen, nach all der Arbeit, die ich verrichtet habe, um hierher zu kommen.“ Vergessen scheint auch sein überzeugender Auftritt bei der Tour de Suisse, wo Pinot die Königsetappe gewann und erst im abschließenden Zeitfahren von Bern sein Gelbes Trikot noch abgeben musste.

Der am Dienstag anstehenden Etappe nach Cambrai blickt der FDJ-Kapitän deshalb mit Sorge entgegen. „Für morgen bin ich pessimistisch. Wenn ich dieselben Beine habe wie heute weiß ich nicht wie das ablaufen wird, denn auf dem Kopfsteinpflaster braucht man Kraft“, sagte Pinot.

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