Vorschau 3. Tour of Beijing

Diesmal zu schwer für Titelverteidiger Tony Martin?

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Tony Martin (Omega Pharma-Quick-Step) auf der Pressekonferenz vor dem Start der Tour of Beijing | Foto: ROTH

10.10.2013  |  (rsn) – Mit der 3. Auflage der Tour of Beijing (11. – 15. Okt.) wird auch diesmal die WorldTour-Rennserie abgeschlossen. Die fünftägige Rundfahrt durch China ist das einzige asiatische Rennen der höchsten Division und der 28. WorldTour-Wettbewerb in dieser saison. Am Start stehen alle 19 Erstdivisionäre sowie das in Hongkong lizensierte zweitklassige Champion System-Team.

Die Strecke: Die diesjährige Ausgabe verspricht die schwerste der noch jungen Geschichte der Peking-Rundfahrt zu werden. Trotzdem gibt es auch wieder einige Chancen für die Sprinter, speziell zum Auftakt und zum Finale mit der Ankunft vor dem Bird’s Nest, dem Olympiastadion in Peking.

Die mit insgesamt vier kategorisierten Anstiegen – einer der 3. und drei der 2. Kategorie - ausgestattete 2. Etappe bietet kletterstarken Ausreißern alle Chancen, auch wenn die letzte Bergwertung des Tages bereits 50 Kilometer vor dem Ziel ansteht. Glech sieben Bergwertungen hält die 3. Etappe bereit. Nach den ersten flachen 20 Kilometern geht es nur noch bergauf und bergab und zwar über zunächst drei Berge der 3. Kategorie, denen einer der 2., und zwei der 1. Kategorie folgen. Vom letzten Bergpreis des Tages – wiederum ein Anstieg der 3. Kategorie – sind es nur noch elf Kilometer bis ins Ziel, so dass auch hier Ausreißer im Vorteil sind.

Am vorletzten Tag steht die Königsetappe der Rundfahrt an. Auf dem lediglich 150,5 Kilometer langen Abschnitt von Yanqing zum Mentougou Miaofeng Mountain müssen vor dem Schlussanstieg bereits drei Berge – der 1., 2. und 3. Kategorie – bezwungen werden. Die Entscheidung über den Gesamtsieg fällt dann auf den letzten 12,6 Kilometern, auf denen es bei einer duchschnittlichen Steigung von 5,7 Prozent zur Bergankunft in 1003 Metern geht – übrigens der bisher höchste Punkt einer Peking-Rundfahrt.

Die Favoriten: Angesichts des im Vergleich zu den beiden ersten Ausgaben deutlich schwereren Profils wird es Tony Martin (Omega Pharma-QuickStep) sehr schwer fallen, seinen dritten Geasmtsieg in Folge einzufahren. Freuen werden sich dagegen die Kletterspezialisten wie Daniel Martin (Garmin-Sharp), Robert Gesink (Belkin), Mathias Frank (BMC), Richie Porte, David Lopez (beide Sky), Ivan Basso (Cannondale), Christophe Riblon, Jean-Christophe Peraud, Carlos Alberto Betancur (alle Ag2R), Michael Rogers (Saxo-Tinkoff) oder auch Weltmeister Rui Costa (Movistar).

Bester Deutscher im Gesamtklassement könnte statt Martin der Allgäuer Dominik Nerz (BMC) werden, der sich von den Sturzfolgen aus dem WM-Straßenrennen erholt hat.

In den Sprints trifft Martins Teamkollege Alessandro Petacchi auf Thor Hushovd (BMC), Francesco Gavazzi (Aszana), Nacer Bouhanni (FDJ), Roberto Ferrari (Lampre-Merida), Michael Matthews (Orica-GreenEdge), Luka Mezgec (Argos-Shimano), Elia Viviani (Cannondale), Steele Van Hoff (Garmin-Sharp), Matti Breschel (Saxo-Tinkoff), Barry Markus und Kenny van Hummel (beide Vacansoleil-DCM) sowie die beiden Deutschen Danilo Hondo (RadioShack-Leopard) und Rüdiger Selig und dessen österreichischen Teamkollegen Marco Haller (beide Katusha). Der 22-Jährige feierte im vergangenen Jahr auf der 4. Etappe seinen ersten Profisieg.

Die Etappen:
1. Etappe, 11. Okt: Shunyi - Huairou Studio City, 190,5 km
2. Etappe, 12. Okt: Huairou Studio City – Yanqing, 201,5 km
3. Etappe, 13. Okt: Yanqing – Qiandiajian, 176 km
4. Etappe, 14. Okt: Yanqing - Mentougou Miaofeng Mountain, 150,5 km
5. Etappe, 15. Okt: Tian an men Square - Bird’s Nest Piazza, 117 km

Die Teams: Euskaltel-Euskadi, Movistar, Ag2r, FDJ.fr, Lampre-Merida, Cannondale, Omega Pharma-Quick-Step, Lotto Belisol, Orica-GreenEdge, Sky, Garmin-Sharp, BMC, RadioShack-Leopard, Vacansoleil-DCM, Belkin, Argos-Shimano, Katusha, Astana, Saxo-Tinkoff, Chamopin System

 

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