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10.03.2010 | (rsn) - Seit dem letzten Blog ist viel passiert, vor allem bin ich mein erstes Rennen der Saison 2010 gefahren. Mein erster Einsatz im Quick Step-Dress war bei der Katar-Rundfahrt Anfang Februar und es lief ehrlich gesagt viel besser als erwartet. Ich konnte zwar im Trainingslager gut trainieren, aber gefühlt war die Form eher bescheiden. Meine Erwartungen an den Saisoneinstieg... eigentlich hatte ich gar keine! Vom Team her gab es aber auch keinen Druck, ich hatte keine Aufgaben - außer mich an den anderen Fahrern zu orientieren.
Letztendlich waren die Beine doch gar nicht so schlecht. Am ersten Tag in Katar war ich zeitweise sogar in der ersten Gruppe... bis wir dann an eine Stelle der Rennstrecke kamen, an der es ein paar Mal rechts und links um die Ecken ging. Die kannte in der Gruppe quasi jeder, ich allerdings (noch) nicht. Also ging's dann doch mit der zweiten Gruppe ins Ziel.
Aber deshalb ist man ja Neo-Profi. Beim nächsten Mal weiß ich es definitiv besser! In den Sprintvorbereitungen lief es ähnlich, mal hat es super geklappt, dann mal wieder nicht. Tom (Boonen, d. Red) war jedenfalls sehr zufrieden mit mir.
Neben den Rennen gab es in Katar nicht viel zu sehen, aber einiges zu bestaunen. Wenn man sich mal fragt, wo das ganze Geld hin ist, weiß ich jetzt zumindest die Antwort. Doha ist zwar noch eine einzige Baustelle, aber einfach Wahnsinn, was dort hochgezogen wird. Ganz im Gegenteil dazu stand das, was wir teilweise im Oman zu sehen bekamen. Das Hotelresort, in dem wir residierten (das ist bei sechs Sternen wohl das richtige Wort) war zwar unglaublich. Ein paar Kilometer entfernt leben die Menschen dagegen mit Ziegen und Vieh in einem Raum.
Radsport war für die meisten Menschen im Oman was ganz Neues. Die Neugier und Begeisterung war riesig, teilweise freuten sich die Leute sich so sehr, dass sie einfach auch mal auf die Straße gesprungen sind, wenn 120 Fahrer mit Tempo 60 vorbeikamen...
Nach meiner Arabienreise bin ich mit dem Team in Belgien die Strecke von Het Nieuwsblad abgefahren, obwohl ich nicht für das Rennen vorgesehen war. Es ging nur darum, die belgischen Straßen besser kennenzulernen. Streckenkenntnis ist alles bei den belgischen Eintagesrennen; zudem schadet nie, ein paar Kilometer auf den Straßen in Flandern zu trainieren.
Zur Zeit bin ich in Spanien im Trainingslager, um mich auf die nächsten Einsätze vorzubereiten. Nokere-Koerse wird mein erstes Rennen in Belgien sein, danach geht's wieder nach Spanien zurück zur Katalonien-Rundfahrt. Das Team schaut danach von Rennen zu Rennen, wie es läuft - ob ich eine Ruhephase brauche oder nicht. Rein theoretisch ist also ein Start bei einem der großen Klassiker möglich, aber darüber entscheiden dann meine Leistungen in den nächsten Wochen...
Bis dahin,
Andy
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