Vorschau 30. Murcia-Rundfahrt

Spanier und Italiener fehlen, Armstrong dabei

Foto zu dem Text "Spanier und Italiener fehlen, Armstrong dabei"

Murcia-Rundfahrt 2007

Foto: ROTH

02.03.2010  |  (rsn) – Mit einem ungewöhnlich, aber prominent besetztem Starterfeld beginnt am Mittwoch die 30. Murcia-Rundfahrt (Kat. 2.1). Bei der fünftägigen Rundfahrt fehlen wegen Streitigkeiten mit dem Veranstalter alle spanischen Spitzenteams. Als ob das noch nicht genug wäre, lud Rundfahrt-Chef Paco Guzmán keine italienischen Mannschaften ein, um sich so für die vom Nationalen Olympischen Komitee Italiens CONI ausgesprochene Dopingsperre gegen Murcias prominenten Sohn Alejandro Valverde (Caisse d`Epargne) zu revanchieren. Dagegen stehen Lance Armstrong und Andreas Klöden mit ihrem RadioShack-Team ebenso am Start wie drei deutsche Mannschaften.

Die Strecke: Nach einem sprinterfreundlichen Auftakt mit nur zwei Bergwertungen der 3. Kategorie kommen auf den beiden folgenden Etappen die Kletterspezialisten auf ihre Kosten. Die 2. Etappe wartet unter anderem mit dem 1.227 Meter hohen Alto de San Juan (Kat. 1) auf, der zweimal bezwungen werden muss. Von der letzten Bergwertung bis ins Ziel sind es allerdings noch 40 Kilometer. Am Tag darauf müssen mit dem Alto de Espana und dem Alto de Collado Bermejo erneut zwei Anstiege der 1. Kategorie gemeistert werden. Da beide Berge im letzten Renndrittel anstehen, werden die Kletterspezialisten sich wohl auf diese Etappe konzentrieren.

Die Entscheidung über den Rundfahrtsieg wird aber wohl erst im komplett flachen, 22 Kilometer langen Einzelzeitfahren der 4. Etappe fallen. Zum Abschluss kommen in Murcia die Sprinter nochmals auf ihre Kosten. Der Kategorie-2-Anstieg zur Mitte der Etappe wird die schnellen Männer nicht entscheidend zurückwerfen.

Die Favoriten: Für den Gesamtsieg kommen Zeitfahrspezialisten mit  Kletterfähigkeiten in Frage. Ganz oben auf der Liste muss man Lance Armstrong und Andreas Klöden haben. Zu ihren schärfsten Kontrahenten zählen der Brite Bradley Wiggins (Sky), der Spanier Ezequiel Mosquera (Xacobeo-Galicia) sowie der russische Titelverteidiger Denis Mentschow. Für Bert Grabsch (HTC Columbia) dürften die beiden Bergetappen wohl zu schwer sein. Im Zeitfahren zählt der dreifache Deutsche Meister in dieser Disziplin allerdings zu den Favoriten. Der Österreicher Thomas Rohregger (Milram) dürfte zwar in den Bergen zu den stärksten zählen, dafür zählt der Kampf gegen die Uhr nicht zu seinen Stärken.

Die Etappen:

1. Etappe, 3. März: San Pedro del Pinatar - San Pedro del Pinatar, 166,5km
2. Etappe, 4. März: Calasparra - Caravaca de la Cruz, 169,8km
3. Etappe, 5. März: Las Torres de Cotillas - Alhama de Murcia, 166,5 km
4. Etappe, 6. März: Alhama de Murcia - Alhama de Murcia, 22 km, EZF7. März: 5. Etappe, 7. März: Redyser (Murcia) – Murcia, 121,1 km

Die Teams: Rabobank, Astana, Garmin-Transitions, RadioShack, HTC Columbia, Milram, Sky, Cervélo TestTeam, Vacansoleil, Xacobeo, NetApp, Deutsche Bahnnationalmannschaft, Spanische U23 Nationalmannschaft

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