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19.07.2008 | (rsn) - Service-Angebote rum um den Radsport gibt es viele! Angefangen bei Presse-Büros, die ihre Dienste anbieten bis hin zu Köchen, die für die richtige Diät der Rennfahrer sorgen. Eine ganz besondere Dienstleistung flatterte mindestens zehn Spitzen-Teams auf den Tisch. Wie die „Sportschau live“ am Samstag, 19. Juli, in der ARD-Livesendung von der Tour berichtet, bietet ein spanisches Labor der Universität von Extremadura Doping-Kontrollen an.
In einer E-Mail an mehr als zehn Top-Teams, die der ARD vorliegen soll, bietet die Universidad de Extremadura in Cáceres an, durch Urin-Analysen ein komplettes Steroid-Profil der Fahrer durchzuführen. Prof. Dr. Marcos Maynar Marino verweist in der E-Mail explizit darauf, dass „sein Labor“ die gleiche Untersuchungsmethode wie der Weltradsportverband UCI verwendet.
Dr. Hans Geyer vom Zentrum für präventive Doping-Forschung in Köln sagte dazu: „Das haben wir schon länger vermutet, dass es irgendwo in Europa noch Laboratorien gibt, die Proben forechecken. Laboratorien, die außerhalb des Kontrollsystems sind, und die dann Urin-Anteile von Athleten untersuchen, so dass die genau wissen, wann sie ihre Doping-Substanzen absetzen müssen, um nicht bei Kontrollen aufzufallen.“
Der ARD liegt weitere E-Mail-Korrespondenz vor, in der auch die Messung des Testosteron-Epitestosteron-Quotienten angeboten wird. Solche Analysen unterliegen nur den von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) akkreditierten Laboren. Die Universität von Extremadura ist kein akkreditiertes Labor. Der Generalsekretär der WADA, David Howmann, nahm in der ARD-Sendung dazu Stellung: „Die von Ihnen beschriebenen mutmaßlichen Praktiken sind besorgniserregend. Die WADA wird die Informationen weitergeben an die spanischen Behörden und deren Rechtsprechung.“
Dr. Hans Geyer sagte außerdem: „Diese Technik, die eingesetzt wird, um den Testosteron-Epitestosteron-Quotienten zu bestimmen, die hat in anderen Bereichen außer der Doping-Analytik überhaupt keine Bedeutung. Es muss sich hier also um ein Labor handeln, das sich darauf spezialisiert hat, Forechecking durchzuführen, um Geld zu verdienen, also das Doping zu fördern.“
Mit solchen Steroid-Profil-Analysen können sich Sportler an Grenzwerte des Weltradsportverbandes UCI herandopen, weil sie durch die Analysen genau wissen, bei der Einnahme welcher Menge von welchem verbotenen Medikament sie positiv getestet werden können. Zudem können positiv getestete Fahrer vor einer offiziellen Doping-Kontrolle aus dem Rennen genommen werden.
Weiter berichtete die ARD, dass Prof. Marcos Maynar Marino kein Unbekannter in Doping-Kreisen ist. Im Jahre 2004 wurden in Spanien im Zuge der Operacion Gamma II mehr als 120 Personen verhaftet wegen Verdacht auf Handel mit Drogen und Doping-Medikamenten - darunter auch Prof. Marcos Maynar Marino. Auch in seinem Haus fand die Polizei Doping-Medikamente. Maynar wurde später freigelassen, die Produkte habe er für seine wissenschaftlichen Forschungen gebraucht.
Zudem ist Maynar der Teamarzt des portugiesischen Continental-Teams LA-MSS. Nach dem plötzlichen Tod des Teammitglieds Bruno Neves fand die Polizei im Teambus und den Quartieren der Mannschaft Material für Eigenbluttransfusionen, Spritzen, EPO und Wachstumshormone.
Maynar selbst bestätigte telefonisch gegenüber der ARD das Angebot als Möglichkeit für interne Kontrollen der Radsportteams.
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