Dauphiné Libéré

Wegen Leticia brach Klöden die letzte Etappe ab

Von Pit Weber

15.06.2005  |  Der Druck auf den Tourzweiten, die schlechten Schlagzeilen zu Saisonbeginn! Sie sind in den Hintergrund gerückt. Andreas Klöden ist glücklich, weil er sein neugeborenes Baby Leticia im Arm halten darf. Seine Lebensgefährtin Bettina hat es am 9. Juni zur Welt gebracht.

Obwohl er es sich so sehr gewünscht hatte, konnte der T-Mobile-Star bei der Geburt nicht dabei sein. „Ich brauchte die Renntage für meine Tour-Vorbereitung“, erklärt der Lausitzer, der schon die Geburt seiner ersten Tochter vor drei Jahren wegen der Regio-Tour verpasst hatte. „Felicitas war zehn Tage zu früh. Diesmal musste Bettina vor dem Start der Etappe auf den Mont Ventoux ins Krankenhaus. Oben angekommen, war ich zum zweiten Mal Vater geworden.“ Glückliches Ende einer zermürbenden Woche. Klöden: „Bettina hatte jeden Tag Wehen, aber die Geburt kam nicht in Gang. Da machte ich mir natürlich Sorgen.“

Um so glücklicher war er hinterher. Sonntag hielt er es nicht mehr aus. Vorzeitig beendete er die letzte Etappe der Dauphiné. „Sonst hätte ich die Besuchszeit im Krankenhaus nicht mehr geschafft. Sie endete um 21 Uhr. Ich wollte aber Leticia und meine Frau unbedingt noch sehen“, erklärt er den Ausstieg, den viele als neuerlichen Schwächanfall gedeutet hatten

Die harte Kritik an seinen bisherigen Saisonleistungen trifft ihn. Klöden: „Seitdem ich den Trainingsplan umgestellt habe, geht es ständig bergauf. Das hat man doch in Bayern gesehen. Jetzt habe ich die Form der anderen Helfer wie Oscar Sevilla. Ich fahre doch nicht wie Jan Ullrich und Alex Winokurow um den Toursieg mit. Letztes Jahr war ich auch nur als Helfer an den Start gegangen. Dann hat alles 110-prozentig geklappt.“

Zurzeit erholt sich Klöden zu Hause. „Nächste Woche werde ich mit meinem Trainer Thomas Schediwie die Tour-Vorbereitung fortsetzen.“

Und Ehrensache: bei den Deutschen Meisterschaften in Mannheim ist er dabei „Ich will versuchen, meinen Titel zu verteidigen, auch wenn mir die Strecke nicht unbedingt entgegenkommt.“

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