“Schön, in dieser Ära Rennen zu fahren“

Bernal von Pogacars Dominanz zugleich frustriert und motiviert

Von Christoph Matt

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Egan Bernal (Ineos Grenadiers) | Foto: Cor Vos

30.10.2025  |  (rsn) - Zum ersten Mal seit seinem schweren Trainingsunfall im Januar 2022 stand Egan Bernal (Ineos Grenadiers) in dieser Saison wieder ganz oben auf dem Podium. 

Nachdem der Kolumbianer jeweils die Straßen- und Zeitfahrmeisterschaft seines Landes für sich entschieden hatte, gewann er bei der Vuelta a Espana die 16. Etappe. Trotzdem fühlte Bernal sich in dieser Saison oftmals frustriert. Grund dafür ist die anhaltende Dominanz von Tadej Pogacar (UAE - Emirates - XRG), mit der sich Bernal und das Peloton abfinden müssen.

“Er ist auf einem anderen Level. Wenn man gegen ihn fährt, zeigt er einem oft, dass man selbst (vergleichsweise) schlecht drauf ist. Das macht mich wütend. Man gibt alles, und plötzlich zieht er einfach davon”, sagt der 28 - Jährige gegenüber dem kolumbianischen Fernsehsender Win Sports.

Trotz Pogacars Überlegenheit kann Bernal auch die positiven Seiten daran sehen und daraus Motivation ziehen. “Es ist großartig, gegen ihn zu fahren. Er zwingt uns alle, besser zu werden. Es ist schön, dass wir die Chance haben, in der 'Pogacar-Ära‘ Rennen zu fahren", sagte er.

Bernal stand in dieser Saison drei Mal gemeinsam mit Pogacar am Start, nämlich bei der Weltmeisterschaft, Tre Valli Varensini und Il Lombardia. Alle drei Rennen entschied der Slowene souverän für sich. Doch auch in seinen weiteren Einsätzen fehlte Bernal meist das entscheidende Quäntchen. 

Bei der Vuelta, einem seiner Saisonziele, landete er trotz des Etappensiegs nur auf dem 17. Platz in der Gesamtwertung. Mit einem vierten Platz beim Giro dell’ Emilia und Rang acht bei Il Lombardia verabschiedete sich der Toursieger von 2019 aber mit starken Leistungen in die Winterpause.

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