Niederländerin siegt auf Etappe 2

Van Rooijen surft die Sprintzüge auf Chongming Island am besten

Von Felix Mattis

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Sofie van Rooijen (UAE Team ADQ) | Foto: Cor Vos

15.10.2025  |  (rsn) – Sofie van Rooijen (UAE Team ADQ) hat die 2. Etappe der Tour of Chongming Island (2.WWT) am New City Park gewonnen. Die Niederländerin setzte sich nach 128,6 Kilometern im Massensprint vor der Irin Mia Griffin (Roland Le Dévoluy) sowie der italienischen Ex-Weltmeisterin Elisa Balsamo (Lidl – Trek) durch und übernahm damit auch die Gesamtführung der dreitägigen letzten Women's WorldTour-Rundfahrt der Saison.

An derselben Ziellinie wie am Vortag – diesmal aber aus der Gegenrichtung angefahren - wurde Christina Tonetti (Laboral Kutxa – Fundacion Euskadi) vor der im Gelben Trikot sprintenden Auftaktsiegerin Georgia Baker (Jayco – AlUla) und Lonneke Uneken (VolkerWessels) sowie Kathrin Schweinberger (Human Powered Health) Vierte.

In Addition der an den Zwischensprints und im Ziel ergatterten Bonifikationen führt van Rooijen die Tour of Chongming Island nach zwei Tagen nun acht Sekunden vor Baker an. Mit neun Sekunden Rückstand ist Griffin Gesamtdritte vor Balsamo (+ 0:13) und der auf Etappe 1 an beiden Zwischensprints erfolgreichen Tamara Dronova-Balabolina (Roland Le Dévoluy / + 0:13).

Van Rooijen führt auch die Punktewertung nun an, während Anne Knijnenburg (VolkerWessels) auch am zweiten Tag den einzigen Bergpreis gewann und ihr Bergtrikot damit verteidigte. Sollte sie am Donnerstag auf Etappe 3 ins Ziel kommen, wird die Niederländerin diese Sonderwertung daher auf jeden Fall gewinnen.

So lief die 2. Etappe der Tour of Chongming Island:

Bei 28 Grad und bedecktem Himmel setzte sich das Peloton am Rand von Shanghai in Bewegung und fuhr direkt auf den Fluss Yangtze zu. Schon nach neun Kilometern wartete auf der riesigen Yangtze-Brücke hinüber nach Chongming Island der einzige Bergpreis des Tages und den sicherte sich Knijnenburg mit einer spritzigen Attacke, wie am Vortag, um sich ihr Bergtrikot zu sichern. Anschließend war sie aber schnell wieder im Hauptfeld.

Das blieb lange beisammen und so sprinteten die Top-Favoritinnen bei Kilometer 48 am ersten Zwischensprint um die Bonifikationen: Van Rooijen holte dort drei Sekunden vor Balsamo und Baker. Etwa zu Rennmitte bildete sich dann eine 13-köpfige Spitzengruppe, aus der heraus Knijnenburg bei Kilometer 78 den zweiten Zwischensprint vor Emma Noorsgaard (Lidl – Trek) und Dominika Wlodarczyk (UAE Team ADQ) gewann.

Diese Gruppe fuhr rund eine Minute Vorsprung heraus, fand aber keine wirkliche Einigkeit und zerfiel dann rund 30 Kilometer vor Schluss: Giulia Giuliani (Roland Le Dévoluy), Marina Komina (Li Ning Star Ladies), Catalina Soto (Laboral Kutxy – Fundacion Euskadi) und Knijnenburg setzten sich von ihren Begleiterinnen ab und fuhren zu viert weiter, während die anderen neun ins Hauptfeld zurückfielen.

Aus dem Quartett verabschiedete sich dann 21 Kilometer vor Schluss Soto und sechs Kilometer vor dem Ziel auch Knijnenburg. Doch auch wenn Giuliani und Komina noch mit 25 Sekunden Vorsprung auf die letzten fünf Kilometer kamen, hatten sie keine Chance gegen die Sprinterinnen, die sie knapp zwei Kilometer vor Schluss förmlich aufsaugten.

Im Sprint-Leadout kam es, wie am Vortag, erneut zum Duell der Züge von UAE und Lidl, wobei diesmal Lidl – Trek das bessere Timing zu haben schien und länger durchhielt. Van Rooijen war auf der rechten Seite eigentlich zu früh im Wind, sprang dann aber noch nach links herüber in den Windschatten der Konkurrenz und siegte souverän von dort aus, indem sie an Balsamo vorbeispurtete.

Sehr stark kamen auch Griffin und Tonetti auf den letzten Metern noch auf, während Schweinberger und Baker die Kraft auszugehen schien und sie ausrollten.

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