Weltverband reagiert auf Kritik

Die UCI passt die Sicherheitsregeln erneut an

Von Christoph Matt

Foto zu dem Text "Die UCI passt die Sicherheitsregeln erneut an"
Diese Lenkerbreite wird nächstes Jahr nicht mehr legal sein | Foto: Cor Vos

25.09.2025  |  (rsn) - Das Echo auf die technischen Regularien, die von der UCI im Juni angekündigt worden waren, war in der Radindustrie groß. Besonders in der Kritik standen dabei das neue Mindestmaß des Lenkers und der Abstand der Schalthebel zueinander. In einer neuen Pressemitteilung reagierte der Weltverband nun und legte auch bei anderen Sicherheitsthemen nach.

Die viel diskutierte 40-Zentimeter-Mindestbreite bei Lenkern, die vor allem für Frauen ein Ergonomieproblem darstellen kann, bleibt zwar unverändert. Der Mindestabstand zwischen den Schalthebeln wurde aber um 4  auf 28 Zentimeter reduziert und erlaubt damit eine schmalere Griffposition. 

Dies ist für kleinere Profis grundsätzlich eine Verbesserung, eine ideale Position wird für manche vermutlich trotzdem nicht möglich sein. Die UCI erinnerte aber in der Meldung daran, dass das “Ziel dieser Grenzwerte darin besteht, durch die Lenkerbreite einen gewissen Luftwiderstand sicherzustellen und damit die Geschwindigkeit einzudämmen.”

Das angekündigte Regularium für die Helme nimmt in der Mitteilung erste Formen an. Neben einem Minimum an Belüftung, das Helme in Straßenrennen ab dem 1. Januar 2026 haben sollen, werden Abdeckungen der Ohren und Visiere verboten. Auch hier soll die Aerodynamik und damit das Tempo im Rennen reduziert werden. Außerdem soll klarer zwischen verschiedenen Helmen für unterschiedliche Disziplinen getrennt werden.

Strenge Regeln auch für Rennveranstalter

Eine weitere Sicherheitsmaßnahme, die den größten Effekt haben könnte, wird die Absperrung bei Sprintankünften betreffen. Laut UCI sollen diese zukünftig geregelten “Anforderungen an Maße, Gewicht und Schwerpunkt der Gitter sowie an die Bruchfestigkeit der Befestigungssysteme entsprechen, damit diese einem Aufprall standhalten können. Die endgültigen Details und das Testprotokoll werden im ersten Halbjahr 2026 fertiggestellt."

Rennveranstalter werden außerdem künftig strengere Auflagen erfüllen müssen. Dazu gehören Signalisation, Verpflegungszonen, Abfallzonen, das Aus-/Einfahrtsystem für Fahrzeuge, Radkontrollen, Tests auf technischen Betrug und Anforderungen an die Motorräder, was für mehr Sicherheit sorgen soll. Der Verband reagierte damit auf die oft bemängelten Sicherheitsvorkehrungen in Rennen, konkrete Maßnahmen wurden aber noch nicht angekündigt.

Zwar nicht unbedingt die Sicherheit, aber dafür die Technik betrifft eine Budgetdeckelung der Bahnrad-Ausrüstung, die bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles verwendet wird. Die Bahnrennen der vergangenen olympischen Wettkämpfe wurden immer mehr auch zu einem materiellen Wettbewerb, was budgetär schlechter gestellte Nationalteams benachteiligte. Dies will die UCI nun eindämmen. 

Wie hoch die Obergrenze sein wird, steht aber noch nicht fest. Sie soll ab dem 1. Januar 2027 gelten. Wiederum die Sicherheit respektive die Gesundheit, aber nicht die Technik, betrifft eine Maßnahme gegen REDs (Relatives Energiedefizit im Sport). Die UCI will für die Risiken unkontrollierten Gewichtsverlusts sensibilisieren und Teamärzten mit einem adaptierten IOC-Tool einfache Diagnosehilfen an die Hand geben.

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