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03.06.2025 | (rsn) – 18 Tage nach seinem krankheitsbedingten Ausscheiden bei der Ungarn-Rundfahrt (2.Pro) kehrt Phil Bauhaus (Bahrain Victorious) am Mittwoch ins Renngeschehen zurück und will bei der fünftägigen Tour of Slovenia (2.Pro) zurück in die Erfolgsspur finden – auch wenn er ohne eingespielten Leadout in die Sprintankünfte in Slowenien starten muss.
"Ich hoffe, dass ich vielleicht um einen Etappensieg mitfahren kann. Das wäre schön", gab sich Bauhaus am Tag vor dem Beginn des fünftägigen Etappenrennens, bei dem es zwei, drei oder sogar vier Massensprintankünfte geben könnte, gegenüber radsport-news.com verhalten optimistisch.
"Neben Dylan Groenewegen ist auch (Sebastian) Molano noch mit einem starken Leadout mit den Oliveira-Brüdern da. Und auch (Tim Torn) Teutenberg ist extrem stark gefahren zuletzt. Das sind die drei größten Favoriten für die Sprints und ich hoffe natürlich, dass ich auch wieder weiter vorne reinfahren kann", so der 30-Jährige, der zu Saisonbeginn bei der Tour Down Under zwei Top-3-Ergebnisse ersprintete, bei der UAE Tour im Februar einmal Neunter und zweimal Achter in den Sprints wurde und Ende März beim Classic Brügge-De Panne noch einen vierten Platz folgen ließ. ___STEADY_PAYWALL___
Seitdem dort im Finale in De Panne aber sein Leadout-Partner Nikias Arndt schwer stürzte und sich dabei instabile Wirbelfrakturen zuzog, so dass er operiert werden musste, lief auch für Bauhaus nicht mehr viel zusammen – wenn auch eher aufgrund anderer Umstände: Sein Rennprogramm sowie Sturz- und Krankheitspech bescherten Bauhaus seit Ende März nur noch eine Sprintankunft auf der 1. Etappe in Ungarn am 14. Mai.
Bei Paris-Roubaix fuhr Bauhaus im April auf den 23. Platz – sein bislang bester Auftritt dort. | Foto: Cor Vos
Er fuhr bei Paris-Roubaix auf den 23. Platz, pausierte dann und stieg im Mai in Frankreich mit den Boucles de l'Aulne (1.1) und Tro-Bro Léon (1.Pro) wieder ins Renngeschehen ein. Dort aber stürzte Bauhaus, und als er drei Tage später in Ungarn ankam, spielte der Magen-Darm-Trakt verrückt.
"Ich weiß gar nicht warum, aber ich hatte in Ungarn von der 1. Etappe an Magen-Darm-Probleme. Das hat in der Nacht vor dem Rennen angefangen und ich musste täglich fünf, sechs, sieben Mal auf Toilette. Deshalb ging es von Tag zu Tag schlechter und ich bin ausgestiegen", erzählte Bauhaus, der auf der 1. Etappe im Sprint noch Achter wurde, danach auf Etappe 2 in einen riesigen Massensturz verwickelt wurde und schließlich auf Etappe 4 das Handtuch warf. "Die beiden Stürze, dazu der Durchfall – da hat es einfach mehr Sinn gemacht, auszusteigen."
Nun also kehrt Bauhaus zur Tour of Slovenia wieder zurück und hat damit auch gleich ein Rennen erwischt, an das er gute Erinnerungen hat. Drei Etappen hat er hier in den Jahren 2021 und 2024 bereits gewonnen – und beide Zielankünfte in Rogaska Slatina und Novo Mesto stehen auch in diesem Jahr wieder im Etappenplan.
2024 trug Bauhaus in Slowenien nach seinem Sieg auf der 1. Etappe in Rogaska Slatina das Führungstrikot der Rundfahrt. | Foto: Cor Vos
"Ich bin immer gerne hier und war jedes Jahr positiv überrascht, wie schwer die Rundfahrt dann doch war. Man denkt erst: kleineres Rennen, man fährt gemütlich von A nach B. Aber das Land ist eben sehr hügelig, so dass es wenig wirklich komplett flache Stücke gibt. Es ist immer wellig und wird auch aggressiv gefahren, so dass es für mich in den letzten Jahren vor der Tour de France immer eine perfekte Belastung für mich war", erzählte Bauhaus und erklärte auch, warum es für ihn die bessere Vorbereitungsrundfahrt auf das große Saisonhighlight im Juli ist als beispielsweise das Critérium du Dauphiné oder die Tour de Suisse:
"Die sind ja schon sehr anspruchsvoll, so dass ich danach auch eine große Erholung bräuchte. Da war Slowenien immer das perfekte Mittelding: etwas kürzer mit fünf Tagen, trotzdem eine gute Belastung. Ich kann hier, wenn ich gute Form habe, mit den besten 40 oder 50 Leuten über einen Berg fahren und daher die Intensität besser steuern, als wenn ich bei der Dauphiné als einer der Ersten abgehängt werde und dann ums dabei bleiben kämpfen muss. Deshalb bin ich immer gerne hier."
Allerdings weiß Bauhaus, dass es ohne Arndt und ein richtiges Sprint-Leadout schwer werden wird, einen Sieg einzufahren. "Mein letzter guter Sprint in De Panne ist auch schon wieder ein bisschen was her. Es wird nicht leicht", meinte er und nahm Bezug zur Aufstellung von Bahrain Victorious in Slowenien: Roman Ermakov, Zak Erzen, Rainer Kepplinger, Jakob Omrzel, Oliver Stockwell und Vlad Van Mechelen – einzig der Österreicher Kepplinger und Bauhaus sind älter als 22 Jahre, die beiden Slowenen Erzen und Omrzel sogar erst 19.
"Ich habe ein sehr junges Team um mich und Nikias fehlt mir durch seine Verletzung schon sehr – zumal sich auch (Andrea) Pasqualon noch beim Giro verletzt hat. Von den potenziellen Leadout-Fahrern ist eigentlich keiner mehr einsatzbereit. Die Jungen sind auch superstark, aber es ist natürlich immer noch etwas anderes, wenn man noch nie Rennen oder einen Sprint zusammen gefahren ist. Auf der einen Seite bin ich Road Captain, auf der anderen Seite soll ich aber auch versuchen, zu gewinnen – das ist nicht so leicht."
Knapp dran am Etappensieg: Bauhaus hinter Bryan Coquard (Cofidis, links) Zweiter in Victor Harbor auf Etappe 4 der Tour Down Under im Januar. | Foto: Cor Vos
Trotzdem wirkte Bauhaus am Nachmittag vor dem Rundfahrtstart recht entspannt - vielleicht auch gerade deshalb, weil man von ihm aufgrund der äußeren Umstände keine Siegesserie erwarten darf. "Das Team wird, glaube ich, auch Verständnis dafür haben, dass das mit einem jungen Team wie unserem hier natürlich etwas anderes ist, als für Groenewegen, der hier mit Walscheid und Mezgec und Reinders und seinem ganzen Sprint-Team am Start steht, die alle nur für ihn hier sind und seit Wochen zusammenfahren. Er hat etwas mehr Druck, hier zu gewinnen, als ich", so Bauhaus, der im Juli auch bei der Tour de France wieder dabei sein will:
"Grundsätzlich war ich zum Saisonstart immer geplant für die Tour und gehe davon aus und hoffe, dass sich daran nichts geändert hat. Aber klar wäre es für alle Beteiligten schön, wenn ich hier jetzt nochmal um einen Etappensieg mitfahren könnte, was dann einmal für mich Richtung Tour ganz cool wäre, aber auch fürs Team natürlich nochmal eine Bestätigung wäre, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Ich glaube aber, dass das Vertrauen in mich groß genug ist, dass selbst wenn ich hier nicht so gut fahren würde, dass dann trotzdem Richtung Tour alles bestehen bleibt."
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